DIMOTE
DIMOTE (Digitales Gebäudemodell des Technikums Gebäudeklimatik)
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Projektgegenstand:
Anlässlich der Gründung des Studiengangs Gebäudeklimatik an der Hochschule Biberach wurde ein neues Hörsaal- und Laborgebäude erstellt und im Jahre 2001 seiner Bestimmung übergeben. Auf Initiative und unter Leitung des Antragstellers wurde dieses Gebäude in der Planungs-, Bau- und Ausstattungsphase über seine ursprüngliche Funktion hinaus als „Technikum Gebäudeklimatik“, d. h. als „Versuchsobjekt im Maßstab 1:1“ ausgebildet. Das Gebäude wurde hierfür u. a. mit folgenden Komponenten ausgestattet:
- flächiger Bodenabsorber unter dem Gebäude sowie zwei vertikale Erdwärmesonden
- daran angeschlossen geothermische Energiezentrale
- Hörsäle mit verschiedenen Bauarten der thermischen Bauteilaktivierung
- automatisierte Hydraulik-Station zur flexiblen Verschaltung der vorgenannten Komponenten
- Versuchs-Lüftungsgerät mit Erdkanal zur geothermischen Vorkühlung bzw. Vorwärmung von Luft und solaren Luftkollektoren
- zweigeschossiges Labor für großvolumige Modellversuche
- Lichtlabor mit transparenter Tageslichtmesskuppel im Dach zur witterungsgeschützten Untersuchung der Tageslichtverhältnisse in Raummodellen unter realem Himmel
- Fassadenteststand mit Testkabine und auswechselbaren Fassadenelementen
- Demonstrationsfassade für Solar- und Sonnenschutztechnik mit flexiblen Montagemöglichkeiten
- Labor für Gebäudeautomation und zwei Hörsäle mit digitaler Gebäudeautomation zur Vernetzung von Versuchen, Lehre und Gebäudebetrieb
- digitale Automatisierungsstationen aller Versuchs- und gebäudetechnischer Einrichtungen
- Messtechnik für Versuchs- und Dauermessungen mit digitaler Datenerfassung
Das Gebäude wird von Studierenden des Studiengangs Gebäudeklimatik, aber auch von allen anderen Studiengängen zu Versuchszwecken, Praktika, etc. genutzt. Die Informationen zum Gebäude, zur installierten Versuchstechnik und aus den bislang durchgeführten Arbeiten liegen jedoch dezentral verteilt sowie z. T. unvollständig und inkonsistent vor. Stand und Art der Dokumentation repräsentieren damit den auch heute noch im Bauwesen weit verbreiteten Stand des konventionellen Umgangs mit Informationen. Diesem Stand soll ein digitales Gebäudemodell speziell für Lehrzwecke gegenüber gestellt werden, das neben einem objektorientierten 3D-CAD-Modell eine möglichst weitgehende, konsistente Datenbasis an konstruktiven, bauphysikalischen sowie gebäude- und betriebstechnischen Informationen enthält.
Didaktische Ziele
- Schließen der bestehenden Informationslücke
- Schaffung eines prototypischen Beispiels der konsistenten digitalen Dokumentation eines Projektes mit dem heutigen Stand der Informationstechnik
- Schaffung einer digitalen Datenbasis und eines Beispielkataloges für die multimediale Lehre in anwendungsorientierten Lehrfächern, wie z. B. Baukonstruktion, Bauphysik, Energieeffizientes und Klimagerechtes Bauen, Simulationstechnik und Projekt-, Facility und Informationsmanagement
- Verbreitung des Beispiels innerhalb der Hochschule und über diese hinaus
- Durch Messungen in laufenden Forschungsprojekten und Lehrveranstaltungen werden kontinuierlich Eigenschaften und Betriebsergebnisse des Gebäudes erfasst. Diese Einbeziehung der vorhanden Messdaten und Ergebnisse erlaubt die direkte Gegenüberstellung von Planung und späterer Realität. Diese Rückkopplung, die im Baubereich stets nur mit einem großen Zeitversatz möglich ist, kann hier didaktisch direkt nutzbar gemacht werden
Startseite des Digitalen Gebäudemodells Technikum
Projektlaufzeit: 12.03.2004 - 31.01.2006
Mittelgeber:
Programm: LARS - Leistungsanreizsysteme in der Lehre
Drittmittel: 20.000,- ¤ |
Kontakt an der Hochschule