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Biberacher Architekturgespräche

Last modified: 10/30/2009 08:30 AM Print page
seit 1990

BAU/KUNST

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Der Begriff Baukunst ist die klassische Bezeichnung für das architektonische Schaffen.

 

Er veranschaulicht das Spannungsfeld, in dem Architektur entsteht: Die konstruktive Ingenieurleistung des Bauens und die unmittelbare Funktionalität zum einen, die ästhetisch-kulturelle Dimension der Kunst als das ureigene Feld der Architektur zum anderen.

 

Die Vortragsreihe BAU/KUNST beleuchtet die beiden Aspekte des künstlerischen Bauens in ihrer notwendigen Zusammengehörigkeit. Sie trägt damit zur Reflexion eines Selbstverständnisses des Architektenberufes bei, das sich in der aktuellen medialen Vermittlung des Baugeschehens zunehmend damit konfrontiert sieht, dass Teildisziplinen die Deutung und Beurteilung des Ganzen der Architektur für sich beanspruchen. 

Prof. Dr. Susanne Traber 

 

Thomas Michael Krüger Ticket B, Berlin

Man sieht nur, was man weiß / Führungen zur Architektur der Macht

Dienstag, 03.11.2009

 

Astrid Poeschke Szenenbildnerin, Berlin

Filmarchitektur: Baukunst der Illusionen

Dienstag, 10.11.2009

 

Prof. Dr. Jan Pieper RWTH Aachen

Rob Mallet-Stevens und die Villa Noailles

Die Parabel vom Maß des Architekten, das der Bauherr verwarf

Dienstag, 17.11.2009

 

Prof. Axel Sowa Architekturtheoretiker, Paris

Von der Nachahmung zur Kopie / Jedes Werk der Baukunst ist einmalig

Dienstag, 24.11.2009

 

Prof. Dr. Christian Raabe Abri und Raabe, Berlin

Vom Depositum zum Entwurf

Zum Neubau einer Fassadenecke nach dem Vorbild der Bauakademie von Karl Friedrich Schinkel

Dienstag, 01.12.2009

 

Audimax Hochschule Biberach

Vortragsbeginn: 19.00 Uhr, Eintritt frei 

Die Architekturgespräche werden innerhalb des Studiums generale angeboten.



Thomas Michael Krüger

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Thomas Michael Krüger, geb. 1958 in Mülheim/Ruhr

Architekturstudium in Braunschweig u. Berlin, lebt und arbeitet als freier Architekt in Berlin

1991 Gründung des eigenen Architekturbüros

seit 1996 mit Wolfram Belz, seit 2006 mit Susanne Günther in Krüger Belz Günther Architekten, Schwerpunkt Wohnungs- und Hotelbau, Innenarchitektur und Sanierungsprojekte.

Seit 1992 Lehrtätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter, Gastprofessor und Dozent an der TU Berlin für Entwerfen, Baugeschichte und Gebäudekunde,

Veranstalter der Vortragsreihe "oppositionen - Thesen junger Berliner Architekten" 92 - 97,

1996 Gründung von Ticket B - Stadtführungen von Architekten

1999 Berufung an die FH Mainz, Professur für „Grundlagen des Entwerfens“ aus privaten Gründen nicht angetreten,

2004 Gründung des internationalen Netzwerks „guiding-architects.net.“

seit 2006 Lehrauftrag an der TFH Berlin für Städtebauliches Entwerfen

Autor und Herausgeber der Architekturstadtpläne Berlin, München, Köln und Hamburg und verschiedener Architekturführer und –publikationen.

Herausgeber und Autor des Audio-Guides zu Architektur und Städtebau Potsdamer Platz

 

Ticket B ist eine etablierte Agentur für Architekturführungen, die 1996 von den Architekten Thomas Michael Krüger und Wolfram Belz gegründet wurde. Seit 2006 ist Susanne Günther als Partnerin dazugekommen. Thomas Michael Krüger lehrt an der TU Berlin, ist Autor und Herausgeber zahlreicher Architekturpublikationen wie z.B. der Architekturstadtpläne Berlin, München, Köln, Hamburg und Ruhrgebiet.

 

Zentrale Idee ist es, aktuelle Architektur- und Städtebauprojekte von Fachleuten auf hohem Niveau präsentieren zu lassen. Zu unseren zufriedenen Kunden gehören nicht nur Architekten, Ingenieure, Stadtplaner, Bauherren und Investoren, sondern viele allgemein interessierte Unternehmen und Privatpersonen.

Die anspruchsvollen Touren werden individuell auf die Kunden zugeschnitten, entsprechend vorbereitet und kompetent mit Vorträgen und Erläuterungen moderiert. Sie reichen von zweistündigen Führungen bis zu mehrtägigen Exkursionsprogrammen. Die Touren werden in der Regel zu Fuß, mit dem Charter-Bus oder öffentlichen Verkehrsmitteln durchgeführt; auch Radtouren, Schiffsfahrten und Helikopterflüge werden angeboten. Auf Wunsch organisieren wir die Verpflegung, Transfers und Hotelunterkünfte.

 

Die Stadtführungen werden ausschließlich von ausgebildeten Architekten geleitet. Sie bringen ihre Erfahrungen als unmittelbar am Baugeschehen Beteiligte in die Touren ein.

Seit 1996 wurden über 30.000 Leute geführt. Ticket B ist Mitbegründer des internationalen Netzwerkes Guiding Architects, zu dem inzwischen kompetente architekturführende Partner in 22 Städten Europas + Dubai gehören. Weitere Informationen unter: www.guiding-architects.net



Astrid Poeschke

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Astrid Poeschke

since 1994: Projects for Architecture and Urbanism

since1996: Art Direction

 

Participation at the following filmprojects:

Pandorum by Christian Alvart

The Countess by Julie Delpy

Azazel by Paul Verhoeven (Preprod.)

Stopping Power by Jan de Bont

Valkyrie by Bryan Singer

Black Book by Paul Verhoeven

V for Vendetta by the Wachowski Brothers

Schiller by Martin Weinhart

Kebab Connection by Anno Saul

Frau fährt, Mann schläft by Rudolf Thomé

Herr Lehmann by Leander Haußmann

Luther by Eric Till

Hans Christian Andersen by Philipp Saville

Lexx - the Dark Zone by Paul Donovan



Prof. Dr. Jan Pieper

Neue Seite 1

Prof. Dr. Jan Pieper, geboren 1944 in Lüdinghausen/Westfalen, Studium der Architektur an der TU Berlin und RWTH Aachen, Post Graduate Studien an der AA und der Universität London (u. a. am Warburg Institute).

Mitarbeit in Büro von Gottfried Böhm und als wissenschaftlicher Assistent an seinem Lehrstuhl an der RWTH Aachen.

Langjährige Forschungsaufenthalte in Indien, Dissertation und Habilitation über kulturspezifische Begriffe von Raum, Architektur und Stadt im vorkolonialen Indien resultieren u.a. in der Publikation „Das Labyrinthische. Über die Idee des Verborgenen, Rätselhaften und Schwierigen in der Geschichte der Architektur“.

Unterrichtet Bau- und Stadtgeschichte in Aachen, Berlin und anschließend wieder an der RWTH in Aachen.

Großangelegte Forschungen über Pienza (veröffentlicht als „Pienza. Der Entwurf einer humanistischen Weltsicht“. Stuttgart 1997), zu französischer Schlossbaukunst des 16. Jh., zu Villa Imperiale, Sabionetta und vieles mehr, daraus resultierend eine umfassende publizistische und Vortragstätigkeit.



Prof. Axel Sowa


Von der Nachahmung zur Kopie

Jedes Werk der Baukunst ist einmalig. Seine Singularität gründet in der Besonderheit des Ortes, des Programms, des Auftrags, des Bauherrn und natürlich in der Person der Autorin bzw. des Autors.Auch wenn sich Werke auf Vorbilder beziehen, bleibt Nachahmung ein künstlerisches Unterfangen. Davon gingen die Theoretiker der künstlerischen Imitation von Kant bis Quatremère de Quincy aus. Auch heute noch sind die Begriffe "Kreativität", "Entwurf" und "Konzept" an Originalitätsversprechen gebunden, die jedes Werk der Baukunst aufs Neue einlösen soll.
Abweichend von den bekannten Nachahmungstheorien setzt der Vortrag nicht bei der künstlerischen Autorenschaft an, sondern sozusagen eine Etage tiefer, bei der Herstellung von Komponenten, aus denen Bauten gefügt sind. Seit dem ersten Drittel des neunzehnten Jahrhunderts gehen Baukomponenten in Serie. Sie werden als identische Kopien eines Modells gegossen, gestanzt, gepresst und schließlich in Katalogen der Kundschaft präsentiert. Wie wirkt sich der Wandel  der Produktionsmittel auf die Vorstellung von Originalität und Einzigartigkeit aus?

Anhand von historischen und aktuellen Beispielen wird Axel Sowa die Begriffe Imitation, Kopie, Mimesis und Nachahmung unter die Lupe nehmen.


Prof. Axel Sowa (Dipl.-Ing., Architekturstudium in Berlin und Paris) leitet das Lehr- und Forschungsgebiet Architekturtheorie an der RWTH Aachen seit Oktober 2007.
Vor seiner Lehrtätigkeit an den Hochschulen von Saarbrücken und Aachen war er von 2000 - 2007 Chefredakteur der Zeitschrift L´Architecture d´Aujourd´hui in Paris. In diesem Zeitraum entstanden 50 Themenhefte, die jeweils grundlegenden Fragen der Architekturtheorie gewidmet waren. Ausgehend von einem Aufenthalt als Chercheur invité am Centre Canadien d´Architecture in Montréal beziehen sich seine gegenwärtigen Forschungen auf den Wandel des Mimesis-Begriffs, auf die Frage der Imitation in neuzeitlichen Kontexten und auf den Beginn der industriellen Serienproduktion von Baukomponenten im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts.

Prof. Dr. Christian Raabe

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Prof. Dr.-Ing. Christian Raabe, geboren 1963 in Düsseldorf.

Architekturstudium an der TU Berlin und der Université Marseille-Luminy, Diplom an der TU Berlin.

In den Jahren 1993 und 1994 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Bautechnikgeschichte der TU Cottbus: Forschungstätigkeit zur Konstruktionsgeschichte der Museumsinsel in Berlin.

1994 Bürogründung in Berlin: Abri+Raabe Architekten. Bearbeitung zahlreicher Denkmäler, vor allem aus der ersten Hälfte des 19. Jh. sowie einiger mittelalterlicher Kirchen.

In den Jahren 1995 bis 1999 zugleich wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Baugeschichte und Denkmalpflege der RWTH Aachen und von 1998 bis 2002 zudem Dozent für Stilkunde an der Internationalen Filmschule in Köln.

Lehraufträge am Fachgebiet Denkmalpflege der FH Potsdam und am Fachbereich Restaurierung der FHTW Berlin.

Zwischen 2004 und 2006 Vertretungsprofessur für das Fachgebiet Baugeschichte und Entwerfen der FH Aachen.

2007 Abschluss der Promotion: "Anmerkungen zur Bauakademie".

2008 Berufung an die RWTH-Aachen für das Lehr- und Forschungsgebiet Denkmalpflege.

 

Das Büro ABRI + RAABE besteht seit 1994.

 

Wir haben uns als Architekten vor allem der Denkmalpflege verpflichtet und dabei Bauten des Mittelalters, des 18. und vor allem des 19. Jahrhunderts bearbeitet. Besonders hervorzuheben sind hierbei drei von Karl Friedrich Schinkel erbaute Projekte: Die Friedrichswerdersche Kirche, das Schloß Tegel, welches Schinkel für die Familie von Humboldt erbaut hat und schließlich die Musterfassade der Bauakademie. Bei der Musterecke handelt es sich um eine Rekonstruktion zweier Fassadenachsen der Akademie, deren Analyse Gegenstand meines Vortrags sein wird.

 

Die Spezialisierung unseres Büros führt bei der Bearbeitung derartiger Projekte selbstverständlich zu einer Auseinandersetzung mit dem historischen, vor allem bauhistorischen Umfeld, sowie zur Untersuchung der verwendeten Baustoffe und Konstruktionen. In Verbindung mit der Bauforschung und einer Strukturierung von Nutzungsabsichten sind diese Vorarbeiten Grundlage jeder denkmalpflegerischen Zielsetzung und damit jeder weiteren Planung.

 

Die Arbeit im Bereich der Denkmalpflege stellt darüber hinaus besondere Anforderungen an die Kostenkalkulation, die Ausschreibung und an die Bauleitung, - die Prosa des Bauens mithin, ohne die Bau/Kunst niemals entsteht und auch nicht erhalten werden kann.

Biberacher Architekturgespräche

1993: Identität 1994: Architektur und Design

1995: Moderne Architektur,
Kontinuität und Bruch

     
1996: Zukunft Bauen Umwelt 1997: Einfach bauen ist schwer 1998: Crossover - Architekten in Europa
     
1999: Ökologische Effizienz 2000: ...aus Holz 2001: Zeitgeist
     
2002: stadt bau alltag - stadt bau kunst 2003: Gestaltfindung 2004: Tiefe Oberflächen
     
2005: poesie und ratio 2006: Raum Energie Leben 2007: Kreativ konstruktiv
   

2008: Werte

2009: BAU/KUNST