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Allgemeines

Last modified: 05/31/2010 02:59 PM Print page
Allgemeine Informationen zum Bachelor und Master

Was bedeuten Bachelor und Master?

Die Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge ersetzt das bisher in Deutschland übliche einstufige Studienkonzept der Magister- und Diplomstudiengänge durch eine zweistufige Hochschulausbildung. Hintergrund ist die „Bologna-Erklärung“ von 1999, in der die Bildungsminister aus 29 europäischen Ländern die Weichen für die Schaffung eines Europäischen Hochschulraumes und die Angleichung der Studiensysteme und -abschlüsse gestellt haben.

Angelehnt an internationale Vorbilder wird bereits nach drei bis vier Studienjahren mit dem Bachelor ein erster berufsqualifizierender Abschluss erworben. In ein bis zwei weiteren Studienjahren ist die Weiterqualifizierung zum Master (im selben Studienfach oder auch einer anderen Fachrichtung) an einer deutschen oder ausländischen Hochschule möglich. Zwischen Bachelor und Master können auch einige Jahre Berufstätigkeit liegen. Damit räumt das neue Modell den Studierenden im Vergleich zu bisherigen Studiengängen eine größere Flexibilität ein.

Die Abschlüsse heißen in den ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen „Bachelor/ Master of Science“ (B.Sc./ M.Sc.) bzw. bei stärkerem Praxisbezug „Bachelor/Master in Civil Engineering“ (B.Eng./ M.Eng.).

Welches sind die wesentlichen Neuerungen?


Der Lernstoff wird in inhaltlich und thematisch abgeschlossene und aufeinander abgestimmte Module (Lerneinheiten) aufgeteilt. Das können einzelne Vorlesungen, Seminare, aber auch Praktika oder Kombinationen dieser Lehrveranstaltungen sein. Die Module können auch fächerübergreifend angelegt sein. Zu jedem Modul gehören studienbegleitende Prüfungen in Form von Klausuren, Hausarbeiten oder Referate.

Module bilden die Grundlage für den Nachweis der Studienleistungen. Hierfür werden Leistungspunkte (Credit Points) vergeben, die sich nicht an der nach den Studien- und Prüfungsordnungen vorgeschriebenen Zahl der Vorlesungsstunden pro Woche (Semesterwochenstunden) orientieren, sondern am tatsächlichen Arbeitsaufwand (Vorlesungen, Seminare, Praktika und Eigenstudium; sog. workload).

Viele Hochschulen haben sich bereits dem European Credit Transfer System (ECTS) angeschlossen, einem einheitlichen Leistungspunktesystem, das einen europäischen Standard garantiert und die Anerkennung der Studienleistungen sowie den Hochschulwechsel erleichtert. Mehr internationale Transparenz für die Studienleistungen soll zudem ein obligatorischer Zusatz zum Prüfungszeugnis (Diploma Supplement) in englischer Sprache bringen.

Welche Vorteile bieten Ihnen die neuen Abschlüsse?


Das schnelle und konzentrierte Bachelorstudium führt bereits nach sieben Semestern zum Abschluss und zur Berufsbefähigung.

Ein anschließend oder auch später aufgenommenes Masterstudium eröffnet neue berufliche Perspektiven und die Möglichkeit der wissenschaftlichen Vertiefung der Ausbildung.

Das Masterstudium kann auch in einem anderen Fach absolviert werden.

Zwischen Bachelor- und Masterstudium lässt sich eine Phase mit praktischer, beruflicher Tätigkeit einschieben.

Ein Studium im Ausland ist durch den vergleichbaren modularen Aufbau und das vereinheitlichte Bewertungssystem leichter möglich.