Der Umgang mit Energie ist zunehmend von einem vernetzten Systemdenken geprägt. An die Stelle der bisherigen, vorwiegend zentralen Struktur der Energieversorgung tritt ein Netzwerk aus zentralen, dezentralen und lokalen Energieerzeugern, -verteilern und -verbrauchern, die in Wechselwirkung stehen.
Fluktuierende regenerative Energiequellen, wie Sonne und Wind, stellen neue Herausforderungen an die Verteilung, Speicherung und Nutzung von Energie.
Um derartige Energiesysteme entwickeln, planen, bauen und betreiben zu können, werden breit ausgebildete Ingenieurinnen und Ingenieure benötigt, die sowohl technische, als auch wirtschaftliche und soziale Kompetenzen mitbringen. Entsprechend dieser Vielfalt sind Tätigkeiten mit technischem, wirtschaftlichem oder auch organisatorischem Schwerpunkt möglich - von der Entwicklung neuer technischer Systeme, bis hin zm Umgang mit Verbrauchern.
Der erfolgreiche Abschluss des Studiums befähigt dazu, als Ingenieur/-in für Energiesysteme bei Energieversorgungsuntenehmen, Industriebetrieben oder Ingenieurbüros (Energieplanung/-technik) tätig zu sein. Weitere Einsatzgebiete sind Forschung und Entwicklung neuer Energiesysteme; möglich sind auch Themenfelder, wie regenerative Energieversorgung und das Gebäude- und Energiemanagement in Kommunen sowie in Gebäude- und Liegenschaftsverwaltungen und bei den entsprechenden Dienstleistungsunternehmen.
Der nachhaltige, d.h. umwelt- und sozialverträgliche sowie wirtschaftliche Umgang mit Energie, ist eines der globalen Schlüsselthemen dieses Jahrhunderts. Der Bedarf an qualifiziert ausgebildeten Fachkräften hierfür wird national und international auf absehbare Zeit steigen.
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