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Sozialzentrum Stauceni
Vorwort
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Der Bau eines Sozialzentrums in einem Vorort der Hauptstadt Moldova‘s ist die Idee und das Projekt einer interdisziplinären Gruppe von Studenten der Fachhochschule Biberach. Die Studenten haben durch ihren Idealismus und ihr Engagement in dieser jungen, wirtschaftlich äußerst schwachen Republik ein Projekt in Gang gesetzt, das für die Gemeinde von großer Bedeutung sein wird. Gleichzeitig bietet das Projekt den Studierenden die Möglichkeit, eigenständig Konzeption und Planung des Gebäudes zu gestalten, bei der Bauausführung mitzuwirken und einschlägige Erfahrungen zu sammeln. Ein solches Projekt in Eigeninitiative und Eigenverantwortung durchzuführen, ist für die beteiligten Studenten die beste denkbare Vorbereitung auf ihren Beruf. Projektmappe inkl. Pläne als pdf-Datei zum Ausdrucken |
Moldova - vergessenes Land in Osteuropa
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| Fläche |
33 842 km² |
| Hauptstadt |
Chişinău |
| Landessprachen |
rumänisch,russisch |
| Anteil der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze |
80 % |
| Arbeitslosenquote |
15 % |
| durchschnittlicher Landesmonatslohn |
35 $ |
Moldawien ist das ärmste Land Europas: 80 Prozent der Bevölkerungleben unterhalb der Armutsgrenze. Wer Arbeit hat, erhält einen Durchschnittslohn von $50 im Monat. Obwohl es eine staatliche Kinderbetreuung gibt, ist es vielen Eltern nicht möglich, die Gebühren für diese Einrichtungen aufzubringen. Daher sind viele Kinder tagsüber sich selbst überlassen und verbringen die meiste Zeit auf der Straße. Auch für alte und kranke Menschen gibt es wenig Hilfe in diesem Land. Die Steyles Missionare, ein katholischer Orden, stellen sich seit Jahren in den Dienst der Armen Moldawiens. Bereits seit 1996 ist der Biberacher Pater Klaus Kniffki vor Ort. In Stauceni, am Rande der Hauptstadt Chisinau, kümmert er sich in seiner Gemeinde vor allem um Kinder und Kranke. |
Wie alles begann
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Über eine private Verbindung kommt der Biberacher Johannes Angele im Februar 1998 als Zivildienstleistender für 18 Monate zu den Steyler Missionaren nach Moldawien. Gemeinsam mit Kniffki erweitert er ein Gebäude, um darin eine Kirche und eine Suppenküche unterzubringen. Später bauen die beiden zusätzlich einen kleinen Raum an, der als Kindergarten genutzt werden soll. Doch mit einer Grundfläche von gerade 12m² ist der Kindergarten mit 20 Jungen und Mädchen schon bald völlig überfüllt. Ein Tropfen auf den heißen Stein – und der Beginn eines großen Planes: vom „Sozialzentrum Stauceni“. Der Anfang des Sozialzentrums Stauceni als pdf-Datei |
Das Sozialzentrum "Stauceni"
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Räumlichkeiten und ihre Nutzung Eine großzugigen Kindergarten, in dem 40 bis 50 Kinder in zwei Gruppen betreut werden. Das Mobiliar wurde komplett gespendet; auch kindgerechte Toiletten und eine Dusche erhielten die Studierenden als Material spenden vo deuchten Firmen. Die Baukosten Die gesamten Baukosten des „Sozialzentrum Stauceni“ belaufen sich auf ca. 200.000,- €. Neben der unentgeltlichen Planung steuerte die Arbeitsgruppe der FH-Biberach Sachspenden für die Technische Gebäudeausrüstung in Höhe von 40.000,- sowie Geldspenden von weiteren 40.000,- Euro bei, die ihr Dank intensiver Akquisitionsarbeit von deutschen Industrieunternehmen und Industriestiftungen für dieses Projekt zur Verfügung gestellt wurden. Durch rund 2000 Arbeitsstunden Eigenleistungen in der Montage vor Ort konnten weitere 20.000,- € eingespart werden. Die Integration in die Lehre Im Gegensatz zur Vermittlung von mathematischen, physikalischen oder technischen Grundlagen wirft das Vermitteln von Planungskompetenz in der Hochschullehre erhebliche Probleme auf. Komplexe Zusammenhänge in einer frontal geführten Vorlesung zu vermitteln, scheint unmöglich. Das aus studentischer Initiative geborene Projekt „Sozialzentrum Stauceni“ bietet aus Sicht der Lehrenden eine hervorragende Möglichkeit, Theorie und Praxis schon an der Hochschule sehr eng miteinander zu verzahnen. Das Sozialzentrum Stauceni als pdf-Datei |
Projektablauf
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Sozialzentrum Stauceni - als Großes Projekt Im Fach „Großes Projekt“ werden im 7. und 8. Fachsemester des Studiengangs Gebäudetechnik/Gebäudeklimatik üblicher Weise integrale Gebäudeplanungen mit „Plan-Spiel-Charakter“ durchgeführt. Diesmal hat das Projekt „Ernst-Charakter“. Und der wird durch den realen Zeitdruck unterstrichen. Großes Projekt 7. Fachsemester (SS 2002) Mit nur knapp fünf Wochen Vorlauf vor Beginn der Rohbauarbeiten Mitte April 2002 wird im Sommersemester 2002 die Planung von Bauphysik, Heizung, Lüftung, Sanitär sowie Elektro durchgeführt. Große Exkursion I / Praxissemester (Herbst 2002) Zu Beginn des Wintersemesters begibt sich die Projektgruppe auf große Reise: eine freiwillige achttägige Exkursion nach Moldawien, deren eigentliches Ziel in der Ausführung des technischen Ausbaus liegt. Große Exkursion II / 8. Fachsemester (WS 2002/2003) Von der Exkursion mit vielen Eindrücken zurückgekommen, arbeiten die Studenten nun im zweiten Teil (8. Fachsemester) ihres Großen Projektes im Wintersemester 2002/03 an der Energetischen Optimierung des „Sozialzentrum Stauceni“. Große Exkursion II (Sommer 2003) Das Gebäude ist in Betrieb. Aber bisher gibt es weder eine Abnahme noch liegen Bestandsunterlagen in irgendeiner Form vor. Dies zusammen mit dem Wunsch, das Gebäude in „Funktion“ zu sehen, der bei allen Beteiligten spätestens nach der ersten großen Exkursion aufgekommen war, führt zur zweiten Exkursion. Das Ziel dieser Exkursion besteht in der Erstellung von Bestandsunterlagen und Gebäudedokumentation, der förmlichen Abnahme des Gebäudes samt Mängelbeseitigung sowie in der Evaluation des Projektes selbst. Projektablauf als pdf-Datei Projektbeschreibung als pdf-Datei |
Die Studenten...
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Johannes Angele Gebäudeklimatik Projektmappe, Heizung, Sanitär
Bertram Knauss Gebäudeklimatik Projektmappe, Heizung, Lüftung
Gero Mertins Gebäudeklimatik Layout, Projektmappe
Nicole Heine Projektmanagement Projektmappe, PR-Arbeit
Susanne Maurer Architektur Entwurf, Innenarchitektur
Frank Deike Architektur Entwurf, Architekturpläne
Dörte Röcker Architektur Entwurf, Architekturpläne
Anna Friedrich Architektur Entwurf
Ulrike Glaser Architektur Entwurf
Timo Finkbeiner Architektur CAD
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