Bachelorstudium - 8 Semester

  1. Ziel des Studiums

    Im Rahmen des grundständigen Bachelorstudiengangs sind die Lernergebnisse im Bereich der künstlerischen und beruflichen Befähigung, der Befähigung zum zivilgesellschaftlichen Engagements und der Persönlichkeitsentwicklung intendiert.

    Struktur und Lehrinhalte des Studiengangs Architektur orientieren sich an den allgemeinen Anforderungen, die mit dem Berufsbild des Architekten verbunden sind und schaffen die Voraussetzung mit Abschluss des Bachelor-Studiums für die Zulassung in der Architektenkammer nach den Zulassungsvoraussetzungen der jeweiligen Architektenkammer der Länder als freier Architekt.

    Die Lehre im Studiengang Architektur mit dem Studienziel Bachelor ist praxisorientiert und darauf ausgelegt, planerische und bauliche Probleme selbständig im Rahmen vorgegebener Arbeitsstrukturen zu analysieren und ganzheitlich zu lösen. Die Ausbildung soll dazu befähigen, grundständige Aufgaben des Architekten auf gestalterischer, technischer, ökonomischer, ökologischer und sozialer Ebene zu lösen.
     
  2. Studienstruktur, Studienberatung

    Das Studium gliedert sich wie folgt:

    1. Studienabschnitt 1. - 3. Semester:
    Konzeptionell geprägte Phase zur Orientierung

    2. Studienabschnitt 4. - 6. Semester:
    Pragmatisch geprägte Phase der Etablierung des Wissens

    Praxissemester im 6. Semester

    3. Studienabschnitt 7. - 8. Semester:
    Konsolidierung des Wissens mit eigener Schwerpunktbildung im Rahmen von Entwurfsübungen und Wahlpflichtfächern.

    Am Ende des ersten Studienabschnitts wird den Studierenden auf Grund ihrer Studienleistungen zu ihren persönlichen Fähigkeiten und Fertigkeiten und möglichen Erfolgsaussichten in Studium und Beruf eine Beratung angeboten. Die Beratung wird von den Prüfern des Faches Querschnitt nach dem ersten Studienabschnitt im dritten Semester durchgeführt.
     
  1.  Praktisches Studiensemester

    Das Praktikum im Bachelorstudium ist in das 6. Semester integriert. Die Dauer des praktischen Studiensemesters beträgt 100 Präsenztage.

    Während der praktischen Studiensemester soll der Studierende die Planungs- und Realisierungsabläufe im Architekturbüro mit ihren Inhalten und Wechselwirkungen erfahren. Er soll den Kreis der am Planungs- und Bauprozess Beteiligten kennen lernen und die Arbeit im Team üben.

    Das praktische Studiensemester kann in allen Architekturbüros, Büros der Behörden und geeigneten Planungsbüros der Bauwirtschaft absolviert werden, in denen die Ausbildung durch einen eingetragenen Architekten (gemäß § 3 des baden-württembergischen Architektengesetzes bzw. entsprechende Bestimmungen anderer Länder) garantiert ist.

    Das Praktikum kann auch im Ausland in entsprechenden Einrichtungen durchgeführt werden.

    Die praktische Tätigkeit ist mittels eines Berichts zu dokumentieren, der die Dauer der Ausbildung, deren Inhalte und Bezüge zur Praxis sowie den Umfang der eigenen Tätigkeit des Studierenden beschreibt.

    Dieser Bericht ist von den für die Ausbildung in der Praxis Verantwortlichen zu bestätigen und am Ende des 6. Studiensemesters beim Praktikantenamt abzugeben.

    Das praktische Studiensemester wird flankiert von Blockveranstaltungen.

    Auf der Grundlage der Tätigkeitsnachweise und des Praxisberichtes wird entschieden, ob die Studierenden das Praktische Studiensemester erfolgreich abgeleistet haben.
     
    Wird das Praktische Studiensemester nicht als erfolgreich abgeleistet anerkannt, so kann es einmal wiederholt werden. Zuständig für die Entscheidung ist der Leiter des Praktikantenamts.
     
    Voraussetzung für die Aufnahme des Praktischen Studiensemesters ist der erfolgreiche Abschluss des 1. Studienabschnitts.
     
    Zur Betreuung des Praktischen Studiensemesters wird eine Betreuung angeboten. Der Leiter des Praktikantenamtes entscheidet über die jeweilige Gestaltung. Die Betreuung ist an den individuellen Gegebenheiten des Praktikanten ausgerichtet.
     
  2. Studienleistungen

    Wahlpflichtfächer

    Im Bachelorstudium müssen in den Semestern bak3 - bak8 insgesamt 6 Wahlpflichtfächer erfolgreich abgeschlossen werden.
    Bei Erfordernis können Einschränkungen bei den Wahlmöglichkeiten unter den Wahlpflichtfächern durch den Fakultätsrat beschlossen werden.
    Wahlpflichtfächer können auch in anderen Studiengängen bis zu max. 4 LP belegt werden. Die Anerkennung ist nicht von der Zuordnung in die Fächergruppen bzw. von Themenschwerpunkten abhängig. Der Prüfungsausschuss entscheidet über Zuordnung, Anerkennung und anrechenbare Leistungspunkte, er kann den Dekan entsprechend beauftragen.
    Die Aufnahme in ein Wahlpflichtfach ist von der Zahl der verfügbaren Plätze im entsprechenden Fach abhängig. Dies gilt auch für Fächer anderer Studiengänge.
    Es gibt keinen generellen Anspruch auf die Belegung eines bestimmten Wahlpflichtfaches.

    Entwürfe
    Die Regelung für die Wahlpflichtfächer gilt sinngemäß für die Wahlmöglichkeiten unter den Entwurfsangeboten im Bachelorstudium mit der Einschränkung, dass Entwurfsangebote anderer Studiengänge nicht wahrgenommen werden dürfen.

    Stegreifentwürfe
    Im Bachelor-Studiengang werden in den Semestern bak3 - bak8 jeweils Stegreifentwürfe angeboten. Insgesamt müssen 4 Stegreife erfolgreich abgelegt werden. Das Lehrangebot im Bachelor-und Masterstudiengang kann identisch sein.

    Studium generale
    Das Studium Generale ist im Rahmen des fächerübergreifenden Angebots der Hochschule Biberach mit 2 Leistungspunkten abzuleisten. Diese Leistungspunkte werden nicht zur Ermittlung des Notendurchschnitts herangezogen.

    Exkursionen
    Die Exkursion/en wird/werden in einer Exkursionswoche im Semester angeboten. Die Teilnahme an zwei Wahlexkursionen der in den Semestern bak3 - bak8 angebotenen Exkursionen ist verpflichtend.
    Einmal jährlich findet in den Modulen „Darstellen und Gestalten" eine Zeichenexkursion als Pflichtexkursion statt. Die Benotung erfolgt im Rahmen des Moduls „Darstellen und Gestalten" als Teilnote, die Gewichtung wird vom Prüfer vor Beginn der Exkursion festgelegt.

    Im Rahmen der Lehre können zusätzlich in einzelnen Fächern oder fachübergreifend Exkursionen während und außerhalb der Vorlesungen stattfinden. Sie gelten als Pflichtexkursionen, wenn Lernergebnis und Exkursionsziel, Termine und Zeiten Bestandteil der Lehrveranstaltung sind. Bei Verhinderung aus wichtigem Grund muss eine adäquate Studienersatzleistung erbracht werden. Die Aufgabenstellung und Prüfung der Ersatzleistung führt der Betreuer der Exkursion durch.
     
  3. Bachelorarbeit

    Die Bachelorarbeit ist eine betreute Prüfungsarbeit, die zeigen soll, dass der Kandidat dazu in der Lage ist, ein Problem aus dem Gegenstandsbereich der Architektur innerhalb des Bachelorstudien­gangs mit den erforderlichen Methoden in dem festgelegten Zeitraum zu bearbeiten.

    Die Bachelorarbeit wird von 2 Prüfern geprüft und bewertet. Die Prüfer werden zu Beginn der Vorlesungszeit in der 1. Vorlesungswoche des 8. Vorlesungssemesters vom Fakultätsrat festgelegt und bekanntgegeben. Fällt einer der Prüfer im Lauf des Verfahrens aus, bestimmt der Fakultätsrat einen Ersatzprüfer.

    Die beiden Prüfer definieren die Aufgabenstellung und betreuen die Bachelorarbeit in Form von Kolloquien, die in regelmäßigen Abständen stattfinden.

    Der Abschluss der Bachelorarbeit besteht aus einer planerischen Arbeit und einem hochschulöffentlichen Kolloquium zu dieser Arbeit.

    Die Bachelorarbeit wird zu Beginn des 8. Vorlesungssemesters ausgegeben. Der Abgabetermin wird bei Ausgabe der Aufgabenstellung bekannt gegeben. Die Bearbeitungszeit beträgt 1 Vorlesungssemester. Die Abgabe erfolgt in der letzten Vorlesungswoche.

    Die genauen Termine der Bearbeitungszeit der Bachelorarbeit werden von den Prüfern festgelegt.

    Zulassungsvoraussetzung für die Bachelorarbeit ist der erfolgreiche Abschluss des praktischen Studiensemesters sowie aller Prüfungsleistungen bis einschließlich 7. Semester mit Ausnahme des Moduls Wahlpflichtfach.
     
  4. Bildung der Modul- bzw. Gesamtnoten

    Die Modulprüfungsnoten errechnen sich aus dem mit Leistungspunkten gewichteten arithmetischen Mittel aller dem jeweiligen Modul zugeordneten Modulteilprüfungsnoten.

    Die Gesamtnote errechnet sich aus dem mit Leistungspunkten gewichteten arithmetischen Mittel der Modulnoten. Die Note der Bachelor-Arbeit wird 3-fach gewertet.

    Die Gesamtnote der Bachelor-Arbeit errechnet sich durch die Gewichtung der Bachelorarbeit mit 2/3 und dem Kolloquium mit 1/3.

    Die Leistungspunkte für das Praktikum, das Studium generale und die Exkursionen werden bei der Bildung und Gewichtung der Noten nicht berücksichtigt.
     
  5. Mobilitätsfenster

    Die Erbringung von Studienleistungen an einer ausländischen Hochschule im Rahmen eines Auslandsstudiensemesters ist möglich. Das Auslandsstudiensemester kann im dritten, sechsten oder siebten Semester absolviert werden.
    Die Richtlinien zum Auslandsstudiensemester und die Richtlinien für die Anerkennung von im Ausland erbrachten Prüfungsleistungen finden Anwendung.
     
  6. Anerkennung

    Über Anerkennungen von Studienzeiten sowie von Studien- und Prüfungsleistungen
    - aus dem Inland
    - aus dem Ausland
    - von außerhalb der Hochschule erworbenen Kenntnissen
    entscheidet der Prüfungsausschuss des Studiengangs. Diese werden gem. Anerkennungssatzung durchgeführt. Die Fristen sind dem Allgemeinen Teil der Studien-und Prüfungsordnung zu entnehmen.
     
  7. Inkrafttreten

    Diese Studien- und Prüfungsordnung tritt mit Wirkung vom 01.03.2015 zum Sommersemester 2015 in Kraft.

Temporäre SPO Änderung _ Wintersemester 2015/16
gemäß Fakultätsratsbeschluss vom 14. Oktober 2015


Reduktion / Neuordnung Seminare
Seminar Bachelor Arbeitentfällt
(Die Bewertung der BA Arbeit erhöht sich damit um 2 auf 12 Leistungspunkte)
 
ACHTUNG: Die Stundentafel wurde noch nicht angepasst.