Die derzeitigen energiepolitischen Rahmenbedingungen wie das aktuelle Klimapaket der Großen Koalition und der beschlossene Kohleausstieg bis 2038 zeigen, dass die Energiewende im Wandel ist. Unter dem Motto „Energie neu denken“ beleuchtet der Kongress in Form von fünf Keynotes und zehn Fachvorträgen verschiedene Aspekte der neuesten Entwicklungen im Energiesektor.

Im Mittelpunkt dieses rein digital stattfindenden 2. Innovationskongresses steht die Frage, wie die Energie von morgen aussehen muss, um die Klimaziele zu erreichen. Der Fokus liegt dabei auf Technologien und Innovationen, die die CO2-Reduktion vorantreiben. Ebenso werden konkrete regionale und überregionale Maßnahmen und Projekte zur Umsetzung der Energiewende betrachtet.

Der Innovationskongress bietet im Rahmen von moderierten Diskussionsrunden am Ende jeder Session auch die Gelegenheit zum virtuellen Austausch und für Fragen an die einzelnen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Die Beschlüsse der Bundesregierung zur Energiewende sehen vor, dass in Deutschland bis 2050 die erneuerbaren Energien 80 Prozent unseres Stroms liefern und 60 Prozent des Endenergiebedarfs decken. Die starken Schwankungen in der Energiebereitstellung erfordern neuartige, flexible und intelligente Energietechnologien, damit die System- und Versorgungssicherheit weiterhin gewährleistet bleibt. Die größten Herausforderungen stellen neben den Energieträgern selbst Transport und Verteilung, Speicherung sowie die effiziente Nutzung der Energie dar.

Innovative Technologien in Teilsystemen, die elektrische, fluidmechanische und thermische Komponenten besitzen können, müssen systemübergreifende Aspekte mit einbeziehen. Zusätzlich müssen sie ökonomisch, sicher, zuverlässig und für die Nutzer akzeptabel sein. Dies erfordert die Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Unternehmen über die traditionellen Fachgrenzen hinaus. Mit dem 2. Innovationskongress Ulm | Neu-Ulm unter dem Motto „Energie neu denken“ wollen wir diese Gruppen zusammenbringen und beschäftigen uns mit verschiedenen Aspekten der Energiewende. Wir freuen uns auf zahlreiche Besucher und eine konstruktive Diskussion mit unseren Gästen.

Prof. Dr. Marianne von Schwerin, Prorektorin für Forschung und internationale Angelegenheiten, Technische Hochschule Ulm

Zwei Vorträge werden von Mitarbeitenden der Hochschule Biberach gehalten. Prof. Dr. Roland Koenigsdorff, Leiter Institut für Gebäude- und Energiesysteme, geht um 12:00 Uhr auf diese Frage ein: "Gehen Klimaschutz und Wirtschaftswachstum zusammen?". Als Beitrag zur notwendigen Debatte wird aus einer Außenperspektive heraus unser gesellschaftlicher Blick auf den Begriff des Wirtschaftswachstums beleuchtet.

Einen weiteren Vortrag hält Peter Knoll, Akademischer Mitarbeiter im Insitut für Gebäude- und Energiesysteme. Bei ihm wird es um das Konzept und die Umsetzung eines automationsgestützten Energiemanagements für komplexe Liegenschaften gehen.

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