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Energie-Ingenieure nehmen an Regelungstechnischem Seminar der Bälz-Stiftung in Erfurt teil

Studierende als auch Professoren aus dem Bereich der Gebäude- und Energietechnik bringt das jährlich stattfindende Regelungstechnische Seminar der Bälz-Stiftung zusammen. 13 verschiedene Hochschulen aus ganz Deutschland nehmen daran teil. Die Bälz-Stiftung steht seit über 30 Jahren für die Förderung der praxisorientierten Regelungstechnik im Bereich der Energie- und Gebäudetechnik. Organisator und Gastgeber in diesem Jahr war die Hochschule Erfurt.
 
Von der Hochschule Biberach reisten vom 7. bis 10. September gemeinsam mit Prof. Dr.-Ing. Martin Becker drei Studierende aus dem Bachelorstudiengang Energie-Ingenieurwesen und dem Masterstudiengang Energie- und Gebäudesysteme  nach Erfurt. Alle interessieren sie sich besonders für die Themengebiete Regelungstechnik, Gebäudeautomation und Energiemanagement.
 
Neben spannenden Fachvorträgen und praktischen Laborarbeiten wird bei diesem Seminar auch der Netzwerkgedanke und das gegenseitige Kennenlernen der Professoren und Studenten der unterschiedlichen Hochschulen groß geschrieben. Hierzu bietet das Programm, das nicht nur den fachlichen, sondern auch kulturellen Horizont erweitern will, eine gute Möglichkeit. Während des Seminars gab es viel Zeit sich mit den anderen Seminarteilnehmern auszutauschen. Kontakte entstanden zum Beispiel Kontakte zu Studierenden der Hochschule Göttingen und München.
 
Die Fachvorträge umfassten Themen der Gebäude- und Energietechnik:  „Effizientes Kühlen mit optimierten Absorptionsanlagen", „Kraft-Wärme-Kälte-Kopplung" oder „Ökoeffizienzanalyse in der Gebäudetechnik" standen u.a. auf dem Programm – allesamt aktuell und praxisrelevant.
 
Bei den praktischen Laborarbeiten entwickelten die Studenten mit der Programmierumgebung „Lego Mindstorms" Programme für gebäudetechnische Anwendungen, wie zum Beispiel eine Jalousiesteuerung oder Entrauchungsregelung. Die Aufgabe der Biberacher Studenten war es, eine Raumlufttemperaturregelung mit einem Ventilator umzusetzen.
 
An zwei Nachmittagen stand Kultur auf dem Programm: Die Teilnehmer konnten in ergänzenden Exkursionen die Städte Erfurt und Weimar erkunden und Einblicke in die Geschichte der beiden Städte gewinnen. In Erfurt wurden unter anderem die Krämerbrücke, der Dom und das alte Rathaus besichtigt. In Weimar wurden neben den Wohnhäusern der beiden großen Schriftsteller Goethe und Schiller - die Begründer der Weimarer Klassik - viele weitere Sehenswürdigkeiten besichtigt. In Weimar konnte man an verschiedenen Plätzen auch dem Biberacher Schriftsteller Christoph Martin Wieland begegnen, da Wieland u.a. auch zeitweise in Weimar gelebt und gewirkt hat.
 
Eindrücke der Teilnehmer:
 
Timur Yigin (24), Energie-Ingenieurwesen, 7. Semester: „Das abwechslungsreiche Programm und der Austausch von an Regelungstechnik Interessierten aus ganz Deutschland kann ich nur weiterempfehlen."
 
Sebastian Haußer (24), Energie- und Gebäudesysteme, 3. Semester: „Das Seminar hat mir sehr viel Spaß gemacht."
 
Alexander Herz (26), Energie- und Gebäudesysteme, 3. Semester: „Ein Highlight war definitiv der Auftritt der Band „Out of Control", bei dem die am Seminar teilnehmenden Professoren zeigten, dass sie nicht nur in der Vorlesung den Ton angeben."
Prof. Dr. Martin Becker, Studiengänge Energie-Ingenieurwesen und Energie- und Gebäudesysteme: „Die Kombination aus fachlichem und kulturellem Programm abseits des üblichen Studienbetriebs sowie der hochschulübergreifende Austausch zwischen Studierenden und Professoren der beteiligten 13 Hochschulen prägen den besonderen Charakter dieses Seminars."
 

Foto: Unser Bild zeigt eine Kabine mit Testraum zur Messung von Behaglichkeitsaspekten bei unterschiedlichen Luftströmungen, die beim Bälz-Seminar in Erfurt aufgebaut worden war. Die abgebildete Puppe dient als Dummy für eine Person, zum Beispiel bei der Büroarbeit. Durch Beleuchtung und Theaternebel, der eingeblasen wird, können Wissenschaftler den Verlauf der Luftströmungen im Raum sichtbar machen, die Messtechnik in der Mitte der Kabine ermöglicht die Messung von Behaglichkeitsgrößen wie z.B. die empfundene Lufttemperatur. Ziel solcher Messungen ist es – ergänzend zu Strömungssimulationen wie sie auch an der Hochschule Biberach gemacht werden - beispielsweise die gezielte Weiterentwicklung der Luftführung von dezentralen Lüftungsgeräten hinsichtlich der Luftkonditionierung im Raum./Foto: HBC

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