HBC.Artikel_Entrepreneurship_Gründerwettbewerb Studiengang Energiewirtschaft

Gründerwettbewerb: Studierende begeben sich in die „Höhle der Löwen"

Erneut hat Professor Jochen Weilepp einen Gründerwettbewerb unter den Studierenden der Energiewirtschaft ausgeschrieben: In der vergangenen Woche präsentierten sich vier Teams der Jury und begaben sich in die „Höhle des Löwen" wie das bekannte Start up-TV-Format heißt, in der „Menschen mit Erfindungen oder Geschäftsideen die Chance ihres Lebens" erhalten wie der Sender es formuliert.
Geschäftsideen sind auch bei Jochen Weilepp gefragt, allerdings auf der Grundlage eines ausgetüftelten Businessplans. Während des Sommersemesters haben die Studierenden in einem Entrepreneurship-Seminar ihre Vorstellungen von marktreifen Ideen entwickelt und dafür maßgeschneiderte Finanzierungskonzepte erarbeitet. Das alles in Teams von vier bis fünf Studierenden.
Für den kreativen Prozess arbeiteten die Studierenden im Design Thinking-Lab der Hochschule Biberach; Gastprofessorin Isabell Osann begleitet die Start up-Kandidaten bei der Suche nach der entscheidenden Geschäftsidee und führte sie durch den Prozess dieser innovativen und wissenschaftlich fundierten Kreativitätstechnik.
So entstanden die unterschiedlichsten Vorhaben: Der Eventorganisator  „Ernst des Lebens", der jungen Menschen nützliche Seminare zu Alltagsherausforderungen wie Bügeln, Kochen, Auto reparieren oder die Steuererklärung bearbeiten anbietet. Ein zweites Team hatte einen Geschäftsplan für ein individuelles Barkonzept ausgearbeitet ("Monkeys"); „Homebased Cocktails" ist die Idee eines Cocktail-Lieferservice betitelt und "Local Food" die eines Boxservice für lokale Lebensmittel.
Zum Ende des Semesters stand die Präsentation vor der Jury an – und die Teams begaben sich in die Höhle der Löwen, in diesem Fall: Werner Ziesel (Geschäftsführer ABM-Mess Service GmbH, Dornstadt), Manuel Mohr (Kreissparkasse Biberach, Ressort Chancenkapital), Jürgen Maucher (Kreissparkasse Biberach, Ressort Chancenkapital) und Nikolaus Hertle (Technologietransfermanager IHK Ulm) sowie Isabell Osann und Andreas Hennig (Forschung und Transfer, Hochschule Biberach).
Das Rennen machten die Gründer der „Monkeys", die mit ihrem Barkonzept nicht nur einen Trend der Zeit identifiziert, sondern auch ein gut skalierbares Geschäftsmodell entworfen haben, welches ähnlich wie Coffee-Hous-Kette Starbucks das Potenzial für einen Franchiseansatz bietet. 
Ob Studierende ihre Geschäftsidee wirklich in die Praxis umsetzen, wird abzuwarten sein. Um den Anreiz zu erhöhen, überreichte Nikolaus Hertle dem Gewinnerteam im Namen der IHK Ulm einen Gutschein für eine Gründerberatung im Gegenwert von mehreren hundert Euro. Die IHK Ulm befördere und unterstütze Existenzgründungen in der Region, so Hertle. Im geplanten Innovations- und Technologiezentrum – einem Kooperationsprojekt von Stadt, Landkreis, Hochschule und IHK – finde das Thema künftig noch mehr Raum und Studierende der Hochschule Biberach ebenso wie Absolventen eine konkrete Anlaufstelle für solche Ideen. „Wir gehen davon aus, dass der Gründergeist an der Hochschule Biberach dadurch weiter belebt wird", so Hertle, der in dem Entrepreneurship-Seminar von Professor Weilepp einen wichtigen Impuls sieht.
 
 
 

Foto: Das Gewinnerteam des Gründerwettbewerbs an der Hochschule Biberach präsentiert sich stolz mit den Mitgliedern der Jury: Das Bild zeigt das Team „Monkeys" sowie u. a. Prof. Jochen Weilepp (3. von links) sowie IHK-Vertreter Nikolaus Hertle (ganz rechts)/Foto: HBC

zurück