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Jetzt auch an den Campus-Standorten der Hochschule Biberach: Defibrillatoren können Leben retten

Ist ein Mensch bewusstlos und bleibt sein Herz stehen, zählt jede Sekunde. Ein Defibrillator kann bei einem solchen Herz-Kreislaufstillstand Leben retten. Das Gerät unterbricht das Kammerflimmern und bereitet den Patienten so auf die Reanimation vor – diese entscheidende Ersthilfe können auch Laien durchführen und eine erste, vielleicht lebensrettende Maßnahme ergreifen, bis der professionelle Rettungsdienst vor Ort ist.

Damit dies gelingt ist es wichtig, dass insbesondere für Laien geeignete Geräte an öffentlichen Einrichtungen zugänglich sind und bekannt ist, wo sie platziert sind. „Automatisierter externer Defibrillator" (AED) wird der für Laien geeignete Apparat in der Fachsprache genannt; mit zwei solcher AED-Geräte hat die Hochschule Biberach (HBC) nun ihre Campus-Standorten Stadt (Karlstraße 8) und Aspach (Hubertus-Liebrechtstraße 35) ausgestattet. Nicht nur Hochschulangehörige haben Zugang zu den Defibrillatoren; die Geräte sind zu den Öffnungszeiten der HBC – werktags von 7 bis 19 Uhr – für jedermann einsetzbar, teilt die Hochschulleitung mit.
Darüber hinaus hat die Hochschule Biberach Beauftragte für die Defibrillatoren ernannt (Joachim Bayer, Christian Miller, Wilfried Motzet und Miriam Rehm); diese sind - wie auch alle anderen Ersthelfer der Hochschule - im Umgang mit dem Apparat geschult und können in Notfallsituationen unterstützen. „Die Anwendung ist sehr einfach", sagt Manfred Rommel, Kreisausbildungsleiter beim Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Kreisverband Biberach. „Ein Laien-Defibrillator gibt konkrete akustische Anweisungen und leitet den Helfer so Schritt für Schritt durch den für die Rettung notwendigen Ablauf". Das DRK rät den Patienten aktiv anzusprechen, seine Atmung zu überprüfen, den Notruf 112 zu wählen und das AED-Gerät anzuwenden. Zusätzlich zur maschinellen Unterstützung des Patienten ist eine Herzdruckmassage notwendig.

Die Hochschule hat die Anschaffung der Defibrillatoren an die Rettungsleitstelle des Landkreises Biberach gemeldet. Dort listet das DRK alle Standorte, an denen automatisierte externe Defibrillator zugänglich sind in einem Kataster. Im Notfall kann die Leitstelle den Anrufer gezielt informieren, wo sich ein Defibrillator befindet und telefonisch weitere Hinweise zur Handhabung geben. „Wir begrüßen es sehr, dass die HBC ihren Campus mit AED-Geräten ausgestattet hat, davon kann jeder profitieren, der in eine solche Notlage gerät", sagt Manfred Rommel.

Foto: Defibrillatoren können Leben retten: Die Hochschule Biberach hat die Campusstandorte Stadt und Aspach mit Geräten ausstatten lassen, die auch von Laien eingesetzt werden können. Unser Bild zeigt die Gerätebeauftragten Joachim Bayer, Miriam Rehm und Christian Miller (v.l.n.r.)/ Foto: HBC

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