HBC.Artikel_HBC_Semesterstart WiSe 2019-2020

Vom Wesen der Disziplin und der Notwendigkeit der akademischen Freiheit: StuPa beteiligt sich an landesweiten Protesten

In der akademischen Gemeinschaft hieß die Hochschule Biberach (HBC) ihre Studienbeginner zum Start des Wintersemesters 2019/2020 willkommen. Der Begriff geht auf den griechischen Philosophen Platon zurück und dessen Schule von Athen, die „akádemia". Rektor André Bleicher erinnerte bei der Erstsemesterbegrüßung an den Geist dieser Wissenschaftseinrichtung, die „Abweichung, Kontroverse, Einwände und Revolte in der Sache" auszuhalten in der Lage war. „Lassen Sie uns diesen aktiven Geist auch heute beleben", so Bleicher, „seien Sie voller inhaltlicher und methodischer Zweifel, ecken Sie dafür an, entzünden Sie darüber Kontroversen", rief er die rund 310 Studienanfänger in den Bachelor-Studiengängen der HBC auf.

Zuvor hatte André Bleicher über das Wesen der Disziplin in der Wissenschaft gesprochen und die Zweifel, die man entwickeln muss, um Wissenschaft voranzubringen, aber auch um Freiheiten zu erkämpfen. Damit nahm der Hochschulrektor Bezug auf die aktuellen Verhandlungen der künftigen Hochschulfinanzierung im Land Baden-Württemberg. Daran knüpften die Vertreter des Biberacher Studierendenparlaments (StuPa) an und forderten ihre KommilitonInnen auf, sich an der zentralen Protest-Veranstaltung in Stuttgart zu beteiligen, die in der kommenden Woche geplant ist. „Es geht um unsere Zukunft", sagte StuPa-Vorstand Lars Häcker und machte deutlich, dass die Studierendenschaft mit möglichst vielen MitstreiterInnen am 17. Oktober in Stuttgart für ihre Interessen eintreten will.

Was in einem sogenannten kritischen Geist steckt, mit dieser Definition schloss André Bleicher seinen Exkurs über das Wesen der Disziplin: „Die Bereitschaft, nicht nur die Wahrheit, sondern auch die Regeln der Disziplin als unabgeschlossen zu betrachten".
 
 

Foto: Rektor André Bleicher begrüßte die Erstsemester im Audimax der Hochschule Biberach / Foto: HBC

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