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In Kooperation mit Unternehmen: HBC startet Studienmodell mit vertiefter Praxis im BWL-Studiengang Energiewirtschaft

Soll die Energiewende gelingen, werden spezialisierte Fachkräfte benötigt. Neben Ingenieuren sind Betriebswirte gefragt, die die kaufmännische Umsetzung dieses Wandels unterstützten und ihren Beitrag dazu leisten, dass die Klimaziele erreicht werden.  Um den enormen Bedarf an Fachpersonal abzudecken, startet die Hochschule Biberach (HBC) gemeinsam mit der Münchner Rechts- und Wirtschaftsprüfungskanzlei Becker Büttner Held (bbh) das Studienmodell „Vertiefte Praxis" im Studiengang Energiewirtschaft; auch das Unternehmen getenergy, Ludwigsburg hat sich dem Modell angeschlossen. Damit bietet die HBC bereits zum kommenden Sommersemester eine weitere Möglichkeit, das Studium direkt mit der beruflichen Praxis zu verbinden.

Das Studienmodell bildet die Studierenden zum Bachelor of Science im BWL-Studiengang Energiewirtschaft aus; Studierende investieren dafür acht an Stelle von im regulären Studium sieben Semestern.  Parallel sammeln die Studierenden wertvolle Praxiserfahrungen bei der Kanzlei bbh in München oder dem Energieberatungsunternehmen getenergy, Ludwigsburg. Wie das konkret funktioniert? Wer sich für das Studienmodell „Vertiefte Praxis" entscheidet, verbringt insgesamt drei Praktikumsphasen im Unternehmen, erläutert Studiendekan Professor Jochen Weilepp: „Zwei Monate vor dem eigentlichen Studienbeginn als Vorpraktikum sowie das dritte und sechste Semester als Praxissemester im Studienverlauf". Auch in den vorlesungsfreien Phasen arbeiten die angehenden Energiewirte in der Kanzlei; praktische Studienarbeiten und die Bachelorarbeit werden ebenfalls bei der Rechts- und Wirtschaftsprüfungskanzlei absolviert. „Damit die Freizeit für die Studierenden nicht zu kurz kommt, haben die TeilnehmerInnen Anspruch auf Urlaub", erläutert Weilepp. „28 Arbeitstage pro Jahr dürfen sie freinehmen". Als Gegenleistung finanziere der Kooperationspartner das gesamte Studium, so der Studiendekan.

Walter Bechny, Partner Counsel bei bbh und Dozent der Hochschule Biberach, ist überzeugt, dass Absolventen des Biberacher Studienmodells ideal für den Arbeitsmarkt vorbereitet sind. „Als Unternehmen der Energiewirtschaft haben wir großes Interesse, unsere Nachwuchskräfte gezielt über das Studienmodell Vertiefte Praxis zu fördern und aufzubauen". Und auch Oliver Bieker, Geschäftsführer von getenergy, verspricht sich positive Effekte für die Weiterentwicklung seines Unternehmens: „ Wir beraten Industrie- und Gewerbekunden hinsichtlich der Optimierung der Energiebezugskosten entlang der gesamten Wertschöpfungskette und freuen uns, die zunehmend wichtiger werdende Verzahnung technischen und betriebswirtschaftlichen Wissens bereits im Rahmen der Ausbildung fördernd unterstützen zu können."

Ob Studienbewerber oder Partnerunternehmen: Wer sich für das Modell Vertiefte Praxis Energiewirtschaft interessiert, findet weitere Informationen auf der Internetseite des Studienganges: www.hochschule-biberach.de/ew-vertiefte-praxis.

Weitere Informationen:
Die Hochschule Biberach bietet neben dem klassischen Studium verschiedene Studienmodell an. Das Studienmodell „Vertiefte Praxis" wird bereits im Studiengang Bau-Projektmanagement und ab dem kommenden Semester auch im Studiengang Energiewirtschaft angeboten. Darüber hinaus können Modelle gewählt werden, die eine vollwertige Ausbildung mit dem Studium verzahnen; dieses sogenannte Biberach Modell gibt es in den Studiengängen BWL (Bau und Immobilien), Bauingenieurwesen, Bau-Projektmanagement sowie Energie-Ingenieurwesen. Für das Sommersemester 2020 können sich Studieninteressierte bis 15. Januar bewerben.
 
 

Foto: Walter Bechny (links) von der Münchner Rechts- und Wirtschaftsprüfungskanzlei Becker Büttner Held sowie Jochen Weilepp, Studiendekan Energiewirtschaft der Hochschule Biberach, haben eine intensive Zusammenarbeit für das Studienmodell Vertiefte Praxis des Studienganges Energiewirtschaft vereinbart / Foto: Harry Tremp / www.spotlandart.de

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