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Innovative Bautechnik und Energieforschung: HBC stellt Bundestagsabgeordneten Bareiß und Rief Zukunft der Transferhochschule vor

Was die Hochschule Biberach (HBC) bewegt, dafür haben sich die Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß (Zollernalb-Sigmaringen) und Josef Rief (Biberach) interessiert. In einem ausführlichen Gespräch ließen sich die beiden CDU-Abgeordneten vor Ort aufzeigen, welche Aktivitäten die HBC im Bereich Forschung und Transfer vorantreibt und „wo der Schuh drückt". André Bleicher und seine Rektorats-Kollegen Thomas Schwäble (Kanzler) und Martin Becker (Prorektor für Forschung und Transfer) sowie Vertretungsprofessor Gerhard Lutz aus der Fakultät Bauingenieurwesen und Projektmanagement nutzten die Möglichkeit, um über zentrale Themen zu informieren – etwa über die Ausrichtung der HBC als Transferhochschule für und in der Region sowie über konkrete Transferprojekte, insbesondere in der Gebäude- und Energieforschung.

Als zentrales Beispiel für diese Neuausrichtung stellte Rektor André Bleicher das geplante Innovations- und Technologietransferzentrum PLUS (ITZ+) in den Mittelpunkt der Gespräche, das in Kooperation mit der Stadt Biberach, dem Landkreis Biberach und der IHK Ulm am Hochschulstandort Aspach entstehen wird. In der Zukunft wird die HBC dort große Forschungsvorhaben vorantreiben, u. a. im Aktivitätsfeld Gebäude- und Energiesysteme. Zentrales Element des „Leuchtturmprojekts" seien Reallabore, ein Format, das auch dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie wichtig ist, als dessen Parlamentarischer Staatssekretär Thomas Bareiß fungiert.  „Reallabore dienen dazu, Forschung anschaulich zu vermitteln, auch gegenüber der Bevölkerung, die unsere Projekte dort live verfolgen kann", so Martin Becker. Diese Beteiligung schaffe Transparenz und Akzeptanz, so der Prorektor; als beispielhafte Themenfelder nannte Kanzler Thomas Schwäble die Mobilitäts- und Energiewende.

Als weiteres Merkmal der Transferhochschule stellte die Hochschulleitung die Verzahnung von interdisziplinärer Forschung und interdisziplinärere Lehre vor. Dafür seien in jüngster Zeit Formate wie das Studentische Ingenieurbüro oder die Gründerinitiative entstanden, in denen die Studierenden im Kontext von Forschung und Transfer unternehmerisches Denken und Handeln üben.

Eine Weiterentwicklung ihrer Transferaktivitäten plant die Hochschule Biberach bereits in naher Zukunft. Möglich werden könnte dies durch ein Förderprogramm, das der Bund 2021 auflegt und das die HBC für eine Weiterentwicklung im Bereich innovative Baustoffe nutzen möchte. Angedacht ist ein Zentrum für bioökonomische Hybridbauweisen wie Holz-Beton-Verbundsysteme oder Bewehrungen durch Hanf und Textil. Hierfür wünscht sich die Biberacher Hochschulleitung die Unterstützung der Politik – etwa gegenüber Stakeholdern der Baubranche. Der Parlamentarische Staatssekretär Bareiß und MdB Rief bestätigten den Mehrwert des Vorhabens „für die gesamte Bauwirtschaft" und sagten zu „Türchen aufzumachen, wo dies möglich ist".

Annehmen wollen sich der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Bareiß MdB und Josef Rief MdB einem weiteren zeitkritischen Anliegen der Hochschulleitung. Wie Martin Becker skizierte, hatte der Haushaltsausschuss des Bundestages die Mittel für Energieforschung Ende des vergangenen Jahres überraschend gekürzt. Für die HBC und andere Hochschulen käme dies, so Becker, einem sofortigen Bewilligungsstopp von Förderanträgen gleich, der Deutschland in der Energieforschung und den Anstrengungen im Klimaschutz um Jahre zurückwerfe. Wie Bareiß informierte, habe das Ministerium die Mittel verschoben, um neue Akzente zu setzen, gerade im Bereich Reallabore. Dass dies zum Beispiel bei der HBC zu einem Stopp von Anträgen führe, sei bisher nicht bekannt geworden. Bareiß dankte Martin Becker und seinen Kollegen für das „notwendige Signal", das er nun mit Minister Peter Altmaier persönlich besprechen wird. Auch MdB Rief sagte seine Unterstützung zu: „Es ist wichtig, dass wir die Sichtweise der Wissenschaft kennen".

Foto: Die Bundestagsabgeordneten Thomas Bareiß und Josef Rief (Mitte) besuchten die Hochschule Biberach und tauschten sich mit Mitgliedern der Hochschulleitung aus: Prorektor Martin Becker, Kanzler Thomas Schwäble (von links), Rektor André Bleicher (2.v. r.) sowie aus der Fakultät Bauingenieurwesen und Projektmanagement Gerhard Lutz (ganz rechts). Foto: HBC

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