HBC.Artikel_Studiengang Energie-Ingenieurwesen_Grosse Exkursion

Energy Sail 2018: Segel setzen für eine nachhaltige Zukunft

Mit der Kraft des Windes auf großer Exkursion: Studierende der Hochschule Biberach (HBC) haben sich in diesem Jahr erneut für einen Segeltörn als Format für ihre große Exkursion entschieden. Bereits vor vier Jahren waren Professoren und Studierenden des Energie-Ingenieurwesens auf energetischem Zukunftskurs. Mit einem Dreimaster besegelten sie bei der Energy Sail 2014 die Ostsee und steuerten Leuchttürme einer regenerativen Energieversorgung an, darunter einen der größten Offshore-Windparks der Welt vor der dänischen Küste von Nysted.
 
Im September werden die Segel des Dreimasters „Thalassa" erneut gesetzt; diesmal begleiten die Professoren Martin Becker und Stefan Hofmann die Studierenden bei einem Törn auf der Nordsee. Und wieder verbindet die Exkursion verschiedene Aspekte: Abenteuerlust, Teamgeist und Energiethemen.
 
„Wir erkunden aus ungewöhnlicher Perspektive erneuerbare Energien und innovative Gebäude- und Energiekonzepte in einem uns noch unbekannten Gebiet", beschreibt Martin Becker das Vorhaben. Der Professor hat bereits vor vier Jahren die Segelexkursion begleitet und weiß daher: „Der Segeltörn ist auch eine Abenteuerreise und wird uns alle über die reinen Fachthemen hinaus prägen".
 
Auf der Reise bilden die rund 30 Studierenden und ihre Begleiter – Professoren wie Forschungsmitarbeiter der Hochschule Biberach –  die Mannschaft auf dem Segelschiff, unterstützt durch den Kapitän und eine kleine professionelle Crew. Ob auf Deck oder unter Deck – das Biberacher Team wird überall eingesetzt. Gleichzeitig steht die Besichtigung von acht spannenden Praxisbeispielen für eine zukunftsweisende Energieversorgung auf dem Programm, etwa die Smart Region Insel Pellworm, die drei Mal mehr Energie erzeugt also die Bewohner verbrauchen oder die Zentrale für alle Offshore Windparks in der Nordsee (Offshore Netze Norddeich/ Festlandhafen Norden).
 
Durchgeführt wird die Exkursion vom 16. bis 25. September – wie die Wetterlage dann sein wird und ob die Kraft der Natur ausreicht, um den ambitionierten Exkursionsplan einhalten zu können, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch niemand vorhersagen. Improvisation und Flexibilität sind deshalb bei einer solch außergewöhnlichen Exkursion vonnöten. Aktuell sind die Studierenden mit der umfangreichen Organisation der Reise beschäftigt, denn für die Planung sind sie selbst verantwortlich. Dafür haben sie verschiedene Gruppen gebildet, die jeweils für einen Baustein zuständig sind: Exkursionsziele inklusive mögliche Alternativen vorbereiten, CO2-Foodprint dokumentieren, Koordination der Aufgaben an Bord, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und Sponsorensuche. Die Fäden laufen bei Peter Knoll zusammen; auch der Forschungsmitarbeiter begleitet die Segelexkursion bereits zum zweiten Mal. Die Nordsee ist für uns die noch größere Herausforderung als es die Ostsee war", erläutert er. Das liege vor allem an den stark ausgeprägten Gezeiten: Ebbe und Flut sorgen für unterschiedliche hohe Wasserstände im Wattenmeer – das Schiff aber benötigt „immer eine Handbreit Wasser unterm Kiel", so Knoll.
 
 
Seemannstest für Crew-Mitglieder
 
Mit einem Event wollen die Studierenden nun auf ihr Projekt der Energy Sail 2018 aufmerksam machen: Am 20. Juni sticht die HBC-Crew symbolisch in See und misst ihr Geschick in einem Stocherkahn-Rennen, bei dem verschiedene Mannschaften aus Studierenden und Professoren gegeneinander antreten. Auch die Hochschulleitung hat angekündigt eine Crew zu stellen. Man darf gespannt sein, ob die Energy-Sail-Crew diesen Seemannstest besteht. Das Bootsrennen beginnt um 13 Uhr am Campus Stadt (Innenhof Areal D) und endet mit einer Siegerehrung – Zuschauer sind herzlich willkommen.
 

Foto: Mit dem Dreimaster Thalassa begeben sich Studierende der Hochschule Biberach im September auf große Exkursion: Energy Sail 2018/Foto: privat

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