Untersuchungen der Struktur-Wirkungs-zusammenhänge proteinstabilisierender Substanzen

Aggregation von Proteinen im Produktionsprozess in Form einer Fibrillenbildung kann zu Ausbeute- und Aktivitätsverlusten führen. Andererseits sind ampholytische Substanzen bekannt, die diesen Prozess verhindern oder zumindest verzögern. Der Mechanismus dieser Wechselwirkung soll mit physikalisch-chemischen Methoden untersucht werden. Neue, noch besser wirkende Substanzen sollen unter Verwendung chemoinformatischer Methoden synthetisiert werden.

Promotionsprojekt im Rahmen des Kooperativen Promotionskollegs Pharamzeutische Biotechnologie

Technische Proteinkristallisation zur Aufreinigung, Stabilisierung und Formulierung pharmazeutisch aktiver Proteine

Ausgewählte Zielproteine werden einem Kristallisationsscreening unterzogen, wobei Dampfdiffusions- und Microbatchverfahren eingesetzt werden. Davon ausgehend werden Phasendiagramme erstellt (Lichtstreuung und Self-interaction chromatography) Geeignete Bachbedingungen dienen als Ausgangspunkt für die Hochskalierung im Rührkessel. Der Prozess wird so geführt, dass das Protein quantitativ in die kristalline Phase geht (kontinuierliche Zuführung von Protein oder Fällungsmittel, Vakuumverdampfung). Die Abtrennung der Kristalle erfolgt durch Filtrations- oder Zentrifugationsverfahren.

Projektbearbeitung: Yugou Zang, Maike Eisenkolb

Mittelgeber: BMBF, Industrie

Projektpartner: Boehringer Ingelheim, Rentschler Biotechnologie, Karlsruher Institut für Technologie

Laufzeit: Apr 2009 - Dez 2012