Polymerabbau durch marine Mikroorganismen
Kunststoffe reichern sich als Müll immer mehr in den Meeren an. Dies bedeutet ein zunehmendes Problem für die Umwelt. Einige Mikroorganismen sind zwar in der Lage eine Vielfalt verschiedener Kunststoffe abzubauen, aber dies geht in der Natur äußerst langsam von Statten. Das Projekt beschäftigt sich mit der Untersuchung des Abbaus verschiedener Polymere, welche von Mikroorganismen unter Laborbedingungen als einzige Kohlenstoffquelle genutzt werden. Dabei stehen neben dem gezielten Abbau die Enzyme des Stoffwechselweges und das Potenzial zur Herstellung eines Wertstoffes im Focus der aktuellen Arbeiten.

Erschließung neuer kostengünstiger Substratquellen
Zur biotechnologischen Herstellung verschiedenster Produkte über fermentative Prozesse werden oft teure Medienbestandteile benötigt. Es werden verschiedene Abfallströme aus der biopharmazeutischen Industrie auf ihr Potential untersucht, als Substrat zur Herstellung von biotechnologischen Produkten zu dienen. Dabei wird das Wachstum verschiedener Organismen und deren Wertstoffproduktion untersucht. Wertstoffe, die im Focus des Projektes liegen, sind Lipide, Bioethanol und Bioplastik.

Reinigung von Enzymen
Reinigung von Proteinen ist meist mit hohen Kosten verbunden.  Neue Reinigungsverfahren für die Herstellung von Enzymen wie kontinuierliche Verfahren verbunden mit einer Kostenabschätzung für den Prozess werden untersucht. Dabei spielen sowohl Chromatographie wie auch andere Reinigungsmethoden (z.B. Zweiphasenextraktion) und deren Verknüpfung eine Rolle. Die Verfahrensentwicklung wird hierbei miniaturisiert und automatisiert.