HBC.Artikel_Binationaler Master-Studiengang Engineering Management

Leuchtturmprojekt: Fünfter Jahrgang startet in Tucumán

Bereits im fünften Jahr bietet die Hochschule Biberach (HBC) den binationalen Master-Studiengang Engineering Management in Kooperation mit der Universidad Nacional de Tucumán in Argentinien an. 68 Absolventinnen und Absolventen haben das Studium seit dem Start erfolgreich absolviert; aktuell ist das erste Semester des fünften Jahrganges in Tucumán gestartet – für fünf deutsche und sieben argentinische Studierende haben damit die Vorlesungen begonnen.
Der Masterstudiengang „Master of Engineering Management" bietet Ingenieuren aus sämtlichen Fachrichtungen die Möglichkeit, ihr Studium im Bereich Projektmanagement zu vertiefen. Die aktuelle Mastergruppe setzt sich aus Teilnehmern zusammen, die bereits ein Ingenieurstudium in den Bereichen Bauingenieur-, Computeringenieur-, Systemingenieur-, Wirtschaftsingenieur oder Elektroingenieurwesen absolviert haben. 
Neben wichtigen  Kenntnisse über das Projektmanagement sei der Studiengang aufgrund der interkulturellen Erfahrungen, die die Studierenden sammeln, besonders attraktiv, weiß Professor Hartmut Veigele, der das Programm initiiert und konzipiert hat. „Die Absolventen werden direkt nach ihrem Studium von der Berufswelt aufgenommen  - und das mit guten Perspektiven". Ihre besonderen Fähigkeiten lägen in der Verständigung und Vermittlung zwischen den Kulturen. Unter den durch das Deutsch-Argentinische Hochschulzentrum  geförderten 18 binationalen Master-und Doktoranden-Programmen ist der Biberacher Studiengang der größte und gilt, so Veigele, „als Leuchtturmprojekt".
Den Auftakt für den Studienstart bildete für die Studierenden ein Teamtraining-Wochenende in Horco Molle am Fuße des Berges San Javier etwa 20 Kilometer außerhalb der Hauptstadt San Miguel de Tucumán. Die zwölf argentinischen und deutschen Studierenden hatten in diesem Rahmen die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen sowie die völlig verschiedenen Kulturen.
 
„Das interkulturelle Kennenlernen ist sehr wichtig für die Zusammenarbeit im Masterstudium, da man die Kultur und die Sitten des Landes aus dem die Kommilitonen kommen, erst einmal kennenlernen muss", berichtet Janina Briem, Master-Studentin der Hochschule Biberach. Nur so könne man den gemeinsamen Arbeitsweg in kleinen Projektteams gehen. Als wesentliche Unterschiede zwischen den Kulturen nennt die Studentin die Genauigkeit der Deutschen, die strickt auftreten und großen Wert auf Pünktlichkeit legen. In Tucumán dagegen werde etwas ruhiger gearbeitet, getreu dem Motto: „In der Ruhe liegt die Kraft".
In den kommenden Woche stehen die ersten Vorlesungen an der Universidad Nacional de Tucumán im Fach „Soziale Kompetenzen" auf dem Vorlesungsplan sowie der Auftakt für die Projektarbeit, die die Studierenden im Laufe des Semesters bearbeiten werden: Etwa der Bau eines Kanals in einem gefährdeten Hochwassergebiet, die bauliche Erweiterung eines Strafgerichtshofes oder die Verbesserung der Infrastruktur in einem der ärmeren Viertels von Tucumán, dessen aktuelle Situation die Gruppe analysieren und Vorschläge erarbeiten wird.
Ab März werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Semester lang an der Hochschule Biberach studieren; im dritten Semester steht dann bereits die Master-Thesis an, die die Studierenden in Deutschland oder Argentinien erstellen können.

Foto: Die deutschen und argentinischen Master-Studierenden haben ihr Studium Engineering Management aufgenommen und gemeinsam ein Teamtraining-Wochenende verbracht. Auf dem Bild präsentieren sie sich vor einer traumhaften Kulisse; als 2. von rechts zu sehen ist Studentin Janina Briem von der Hochschule Biberach. Foto: privat

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