HBC.Artikel_Campusentwicklung_Gemeinderat Biberach besucht HBC

Die konkrete Vision der lebendigen Hochschulstadt Biberach

Was ist aus der ehemaligen „Dolli" geworden? Dieser Frage spürte der Biberacher Gemeinderat jüngst bei einem Besuch an der Hochschule Biberach (HBC) nach: Vertreter der Hochschulleitung präsentierten gemeinsam mit den Dekanen der Biberacher Fakultäten Oberbürgermeister Norbert Zeidler und seinen Räten den entwickelten Campus in der Innenstadt, inklusive Mensa-Neubau sowie die wichtigsten Themen der Hochschule Biberach.

Ausgehend von dem in Planung befindlichen Innovations- und Technologietransferzentrum, das die HBC in Kooperation mit der Stadt, dem Landkreis sowie der IHK Ulm bis 2019 realisiert, stellte die Hochschule dar, was es bedeutet Transfer-Campus zu sein und als Bürgerhochschule in die Gesellschaft hineinwirken zu können.

„Die Grenzen zwischen Hochschule und Stadt müssen sich dafür verflüssigen", kündigte der künftige Rektor der Hochschule Biberach, Professor André Bleicher, an und machte dies an Beispielen deutlich: So sollen Studierende künftig an der HBC einen Lebensort vorfinden, der sie fachlich wie sozial anzieht. Dafür soll auf der einen Seite das zentrale Serviceangebot der HBC verbessert werden, auf der anderen Seite denkt die Hochschulleitung an Wohnheime, in denen nicht nur Studierende unterkommen, sondern auch Austauschstudenten oder Gastwissenschaftler. „So entsteht ein echter Campus, der an sieben Tagen der Woche belebt ist", skizzierte Bleicher seine ganz konkrete Zukunftsvision von der Hochschulstadt Biberach. Beispielhaft diente hier der Zeichensaal des Studienganges Architektur, der dieses 24-Stunden-Campusleben bereits praktiziert: Studenten finden dort Arbeitsmöglichkeiten; das zweigeschossige Areal wird so zum Treffpunkt für alle Mitglieder des Architektur-Departments.

Zu diesem Zukunftsbild gehören laut Hochschulleitung auch Realprojekte zum Nutzen der Stadt und der HBC; so soll zum Beispiel ein Mobilitätskonzept die Distanz der beiden Hochschul-Campi verkürzen und die soziale Verbindung verbessern – auch für die Bürgerinnen und Bürger.
Die mit dem ITZ Plus verbundene Idee des Transformators nimmt an der Hochschule Biberach bereits konkrete Formen an: Die HBC hat auf der Basis von Förderprogrammen zwei wichtige Bausteine vorweg nehmen können: Berufen wurden Gastprofessorinnen für Entrepreneur und Design Thinking. „Beide Methoden sind für das kommunale Setting nutzbar", betonte Professor Bleicher.

Dass bereits in der Vergangenheit erfolgreich Transferprojekte zwischen Hochschule und Region umgesetzt wurden, zeigten die Dekane Prof. Ute Meyer (Fakultäten Architektur und Energie-Ingenieurwesen), Prof. Alexander Glock (Bauingenieurwesen und Projektmanagement) sowie Prof. Norbert Geiger (Betriebswirtschaft) auf. Erinnert wurde unter anderem an die Projekte  „Altes Schuehaus", an verschiedene Vorhaben zum klimagerechten und effizienten Bauen sowie an den Bau der Holzbrücke in Ochsenhausen oder das freilich fiktive Studierendenprojekt „Airpark BC". Die Bandbreite der Themen und die Vielfalt der Formate machte deutlich, welche Möglichkeiten sich zwischen Hochschule und Dritten, beispielsweise Kommunen, bieten.
 
Die Gemeinderatsmitglieder nutzten das Treffen für Nachfragen, die Hochschulleitung und Dekane gemeinsam und umfassend beantworteten. So erhielten Oberbürgermeister Norbert Zeidler mit weiteren Vertretern der Verwaltungsspitze und die Stadträte einen breit gefächerten Überblick über das Studienangebot der HBC und die Auslastung ebenso wie über geplante bedarfsgerechte Weiterbildungsangebote für die Berufswelt: beispielsweise zum Thema Wirtschaftsrecht („interessant für Kommunen") oder Biopharmazeutisch-medizintechnische Wissenschaften in Kooperation mit der Universität Ulm.

Abschließend stellte Oberbürgermeister Norbert Zeidler fest: „Die beiden Hochschulen sind zentraler Teil unserer Biberacher Bildungslandschaft und gleichzeitig Grundlage für unsere florierende Wirtschaft. Mit der Entscheidung, die ehemaligen Gebäude der Dollinger Realschule für die Hochschule umzubauen, wurde die Voraussetzung für einen zukunftsorientierten Campus geschaffen. Die neuen Räumlichkeiten können sich wirklich sehen lassen!"
 
Bei Rektor Professor Thomas Vogel bedankte sich Oberbürgermeister Norbert Zeidler für den „tollen Rund-um-Schlag" und überreichte einen Korb mit Biberacher Spezialitäten, die im neuen Innenhof der ehemaligen Realschule verzehrt werden können. 
 
 

Foto: Besuchten die Hochschule Biberach: OB Norbert Zeidler mit weiteren Vertretern der Stadtspitze sowie die Stadträte. Professor Vogel, Rektor der Hochschule Biberach, führte die Gästen über den weiter entwickelten Campus Stadt/Foto: HBC

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