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DECHEMA-Fachgruppe Zellkulturtechnologie: Professorin Dr. Kerstin Otte als Beirätin gewählt

Professorin Dr. Kerstin Otte, Molekularbiologin der Fakultät Biotechnologie an der Hochschule Biberach (HBC), ist in den Beirat der Fachgruppe Zellkulturtechnologie der „DECHEMA Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie e.V." gewählt worden. Das Netzwerk fördert den technisch-wissenschaftlichen Austausch von Fachleuten unterschiedlicher Disziplinen.
 
Dabei spielt die Zellkulturtechnologie eine zunehmende Rolle, erläutert Dr. Kerstin Otte, denn gerade der Stellenwert tierischer Zellen in der Biotechnologie habe in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Die Fachgesellschaft sieht den Grund für diesen Bedeutungsaufschwung zum Beispiel im Einsatz permanenter Zelllinien zur Produktion komplexer, biotechnologisch hergestellter Proteine; auch innovative Ansätze zur künstlichen Herstellung von Gewebe oder neuartige Modelle zur in vitro-Evaluierung von Arzneimitteln sowie die Stammzellbiologie seien von hoher Relevanz. „Diese Verfahren sind von enormer gesellschaftlicher, medizinischer und wirtschaftlicher Bedeutung und machen inzwischen einen weltweiten Umsatz von mehreren Milliarden Euro aus", so die Molekularbiologin.
 
Laut der DECHEMA-Fachgruppe Zellkulturtechnologie geht es künftig um die Verknüpfung der bisher dominierenden Disziplinen Zellbiologie, Molekularbiologie und Bioverfahrenstechnik mit neuen Aktivitätsfeldern wie der funktionellen Genomanalyse, also der Entschlüsselung der genetischen Information, sowie der Bioinformatik. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Disziplinen ist von entscheidender Bedeutung für die weitere nachhaltige Entwicklung der Zellkulturtechnologie", sagt auch Kerstin Otte. In diesem Kontext, so die Professorin, beschäftige sich die Fachgruppe insbesondere mit der Effizienzsteigerung und Kostenreduktion der Arzneimittelherstellung, etwa durch eine Steigerung der Wirksamkeit von Medikamenten, verbesserten Produktionsprozessen sowie neuen Expressionssysteme, sodass große Mengen von rekombinanten Proteinen gewonnen werden können.
 
Die Fachgruppe umfasst Vertreter von Pharmaunternehmen und Forschungseinrichtungen, deren Kernkompetenzen in der Zellkulturtechnologie liegt.
Weitere Informationen unter www.dechema.de.
 

Foto: Prof. Dr. Kerstin Otte, Fakultät Biotechologie/Foto: HBC/Stefan Sättele

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