HBC.Artikel_HBC_Summer School_Bauingenieurwesen

Interkultureller Austausch: Studierende aus Biberach und Kalifornien lernen, arbeiten und reisen gemeinsam

Drei Wochen Deutschland, drei Wochen USA: Der Studiengang Bauingenieurwesen der Hochschule Biberach (HBC) bietet aktuell eine sechswöchige Summer School an; teilnehmen können Studierende der HBC sowie der kalifornischen Partner-Universitäten Pomona und San Luis Obispo. Der erste Teil des internationalen Programms hat in Biberach stattgefunden; neun Studierende und zwei Professoren waren zu Gast am HBC-Campus. In dieser Woche reist die Gruppe zurück in die USA, begleitet werden sie von wiederum neun deutschen Studierenden und den Biberacher Professoren Dr.-Ing. Gerhard Haimerl und Dr.-Ing. Matthias Bahr. Der Auslandsbeauftragte des Studienganges Bauingenieurwesen veranstaltet die Summer School bereits zum zweiten Mal. Neu ist in diesem Sommer der sich direkt anschließende Gegenbesuch in Kalifornien, auf den sich die Biberacher Teilnehmerinnen und Teilnehmer natürlich besonders freuen.

Zum Beispiel die 21-jährige Anna Kobel (Wangen im Allgäu) und der 23-jährige Moritz Berninger (Erlenbach am Main); beide reisen zum ersten Mal außerhalb Europas. Sie freuen sich auf Las Vegas und den Grand Canyon und natürlich die amerikanische Ingenieurarbeit. Building Information Modeling – unter BIM verstehen Fachleute die digitale Möglichkeit einer Bauwerksmodellierung – und Holzbau stehen in diesem Jahr auf dem Programm, letzteres eine Disziplin, die gerade vor dem Hintergrund der Erdbebengefahr in Kalifornien von Bedeutung ist. „Die Amerikaner sind uns in Bezug auf BIM vermutlich Jahre voraus", sagt Moritz Berninger, der im dritten Semester Bauingenieurwesen an der HBC studiert. Dafür sind seine kalifornischen Kommilitonen beeindruckt von den deutschen Methoden und Ideen im Bereich des nachhaltigen Bauens. „Als junger Ingenieur möchte ich diesen innovativen Ansätzen den Weg in meiner Heimat bereiten", sagt Erick Martinez, der an der California Polytechnic University Pomona im vierten Jahr Bauingenieurwesen studiert.

Seine Studienkollegin – die 21-jährige Kristina Campuzano – beschreibt die Summer School als besonders interessant, weil die internationalen Teilnehmer gemeinsam gelernt, gearbeitet und Freizeit verbracht haben: Sprache, Kultur und Fachliches haben sie in dieser Zeit geteilt. Genau diesen vielseitigen Austausch hatte sich die junge Frau erhofft, denn sie ist überzeugt, dass „Reisen der beste Weg ist, Erfahrungen zu sammeln und die eigene Persönlichkeit zu entwickeln". Beide Gaststudierenden hoffen, Deutschland oder auch andere Länder Europas bei nächster Gelegenheit wieder besuchen zu können. Ihre deutschen Freunde beneiden sie um die internationalen Angebote, die ein Studium an der Hochschule Biberach bietet. Etwa den „Bachelor International", ein Programm, das ein zusammenhängendes Studien- und ein Praxissemester und damit einen einjährigen Auslandsaufenthalt weltweit ermöglicht.

Innerhalb ihres ersten Trips nach Biberach haben die kalifornischen Gäste auch andere Ziele kennengelernt: Prag, München sowie die Alpen standen an den Wochenenden auf dem Programm. Und natürlich das Biberacher Schützenfest, das die kalifornischen Gäste begeistert mitgefeiert haben. In der Stadt und an der Hochschule fühlten sie sich willkommen und gut betreut: Die HBC sei kleiner als er erwartet habe, sagt Erick Martinez, aber Lehre und Ausstattung hätten ihn überwältigt: „Die Studierenden haben ihr eigenes Virtual-Reality-Labor, davon können wir in den USA nur träumen", nennt er ein Beispiel. Kristina Camuzano überlegt nach ihrem Bachelor-Studium zurück zu kehren und hier die „graduate school" zu absolvieren, also an der Hochschule Biberach den Master Bauingenieurwesen abzulegen. Den Campus Biberach hat die junge Frau bereits in ihr Herz geschlossen: „Ich mag den modernen und nachhaltigen Geist".

Foto: Kristina Camuzano, Moritz Berninger, Anna Kobel und Erick Martinez haben sich bei der Summer School der Hochschule Biberach kennengelernt. Immer mit dabei: Die Maskottchen der kalifornischen Universitäten/Foto: HBC

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