HBC.Artikel_Kinderuni_Strom von der Sonne

Grundschüler schlüpfen in die Rolle des Energie-Ingenieurs

Stolz präsentieren die drei Jungs ihren Solar betriebenen Kreisel, den sie als erste zusammen gebaut haben: es funktioniert! Hält man den Kreisel unter die hellen Leuchten, die die Sonne simulieren, rennt das Rädchen schnell im Kreis. Unterbrechen die kleinen Energie-Ingenieure den Stromkreislauf, kommt es wieder zum Stillstand.
Wieland Benze, Maximilian Morschhäuser und Ante Losina besuchen die Klasse 4a der Grundschule Rißegg. Auf Einladung von Professor Dr.-Ing. Martin Becker besuchen sie an diesem Vormittag zusammen mit ihrer Lehrerin Margret Schäffer den Studiengang Gebäudeklimatik an der Hochschule Biberach. Professor Becker lehrt dort die Fachgebiete Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Gebäudeautomation und Energiemanagement und beschäftigt sich u.a. auch mit der Anwendung erneuerbarer Energien wie beispielsweise die Photovoltaik.
Mit den 10 bis 11-Jährigen spricht er über die Möglichkeiten, Strom von der Sonne zu gewinnen. Und weil an diesem Tag die Sonne nicht stark genug scheint, übernehmen beim anschließenden Laborpraktikum Lampen die Funktion der Sonne. Die Kinder bauen einen Solarkreisel zusammen, ein kleines Solarauto flitzt über den Arbeitstisch – die Erfolgserlebnisse haben sich schnell eingestellt. Den Tipp des Professors, besonders gut darauf zu achten, wie die Pole Plus und Minus zusammengeschaltet werden müssen, haben die 15 Grundschüler offenbar perfekt berücksichtigt.
 
Zum Ende der Vorlesung räumen die Schülerinnen und Schüler den Versuchstisch wieder auf. Auch das gehöre zum Beruf des Ingenieurs, erläutert Martin Becker. Dann ist das Labor wieder bereit für die nächste Gruppe, die Klasse 4b der Grundschule Rißegg, die bereits gespannt vor der Labortür wartet.

Foto: Die Schülerinnen und Schüler der Klasse 4a der Grundschule Rißegg durften bei Professor Becker die Kinderuni besuchen/Foto: HBC

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