HBC.udienmodell_Energie-Ingenieurwesen_TGA

Biberacher Modell bietet „Azudenten" Ausbildung und Studium

Der Industrieverband Technische Gebäudeausrüstung Baden-Württemberg e.V. (ITGA) tagte in der vergangenen Woche an der Hochschule Biberach – am Rande dieses Treffens kamen die Unterstützer des neuen dualen Studienmodells Energie-Ingenieurwesen/TGA an der HBC zusammen, zu dem auch der ITGA gehört.

Zielsetzung des Unterstützerkreises ist die Zusammenführung einer Ausbildung zum Anlagenmechaniker mit einem ingenieurwissenschaftlichen Studium im Themenfeld der technischen Gebäudeausrüstung. Für dieses sogenannte Biberacher Modell, das die Hochschule Biberach in Kooperation mit der Biberacher Karl-Arnold-Schule ab Sommer dieses Jahres erstmals anbietet, können sich Schüler bis Mai bewerben. Start des Modells wird im September sein. Die „Azudenten" beginnen das Modell in ihrem Ausbildungsbetrieb. Insgesamt vier solcher Biberacher Modelle bietet die Hochschule Biberach mittlerweile an, jeweils mit unterschiedlichen fachlichen Schwerpunkten und jeweils in Verbindung mit einer Ausbildung.

Voraussetzung für die Bewerbung für das Biberacher Modell TGA ist, dass die Interessenten die Fachhochschulreife oder Allgemeine Hochschulreife als Schulabschluss vorweisen können – „und natürlich das technisch-handwerkliche Interesse", so Studiengangsleiter Professor Stefan Hofmann.

Zu den Unterstützern des Biberacher Modells gehören neben dem ITGA die Handwerkskammer Ulm, das Firmen-Netzwerk „shk-aktiv" sowie zahlreiche Betriebe aus der Region und darüber hinaus wie beispielsweise die Karl Prestle GmbH & Co. KG, Biberach, und die JULIUS GAISER GmbH & Co.KG, Ulm. Deren Geschäftsführer Harald Kretschmann hatte zusammen mit Professor Dr.-Ing. Martin Becker von der Hochschule Biberach die Idee zur Zusammenführung einer Ausbildung als Anlagenmechaniker mit dem Studium des Energie-Ingenieurwesens.

14 Betriebe aus Baden-Württemberg und Bayern haben sich dem Biberacher Modell bisher angeschlossen – weitere Unternehmen hätten Interesse bekundet, so Hofmann. Auf alle Beteiligten warte eine stark praxisorientierte und gleichzeitig wissenschaftliche Ausbildung, die den Nachwuchs auf die anstehenden Aufgaben im Zusammenhang mit dem energetischen Gesamtsystem Gebäude vorbereitet.  „Ein einzigartiges Modell, das das Handwerk attraktiver gestaltet und dem Studium einen besonderen Praxisschwerpunkt gibt", beschreibt Hochschulrektor Prof. Dr.-Ing. Thomas Vogel das kooperative Studienmodell und gleichzeitig die Motivation aller Beteiligten.

Foto: Bildhinweis: Für das duale Studienmodell Energie-Ingenieurwesen/Technische Gebäudeausrüstung können sich Interessierte jetzt erstmals bewerben. Das "Biberacher Modell" verbindet die handwerkliche Ausbildung mit dem wissenschaftlichen Studium/Illu: HBC

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