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Landesforschungszentrum Geothermie: Professor Koenigsdorff zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirats gewählt

Professor Roland Koenigsdorff, Experte für Gebäudeklimatik, Energiesysteme und Geothermie an der Hochschule Biberach (HBC), ist zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirates des Landesforschungszentrums Geothermie (LFZG) gewählt worden. Damit ist der Biberacher Professor, der seit vielen Jahren Mitglied des Beirats und Forschungspartner im LFZG ist, als erster Vertreter einer Hochschule für Angewandte Wissenschaften mit dem Vorsitz dieses Gremiums betraut worden. Das Amt wird er zunächst für zwei Jahre übernehmen. In der Funktion des Beiratsvorsitzenden folgt er auf seinen Kollegen Prof. Dr. Manfred Joswig von der Universität Stuttgart, der dieses Ehrenamt acht Jahre lang ausgeführt hat und nun aus Altersgründen ausscheidet.
 
Das Landesforschungszentrum Geothermie ist mit einer Geschäftsstelle und den leitenden Professoren am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) lokalisiert; in enger Partnerschaften arbeiten die Professoren dort mit weiteren Kolleginnen und Kollegen des KIT, der Universitäten Stuttgart, Freiburg, Tübingen und Heidelberg zusammen sowie mit den Hochschulen Karlsruhe, Offenburg und Biberach. Dem Landesforschungszentrum gehören darüber hinaus die Forschungsinstitute EIFER und Solites an. Im Beirat vertreten sind auch das Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie das Umweltministerium Baden-Württemberg.


Seit über sechs Jahren hat sich Roland Koenigsdorff als Forschungspartner und Beiratsmitglied des Landesforschungszentrums Geothermie engagiert und in fünf vom Land geförderten Verbundprojekten unter diesem Dach geforscht, davon zwei unter der Federführung der Hochschule Biberach. Über seine einstimmige Wahl zum Vorsitzenden des wissenschaftlichen Beirates und das damit verbundene Vertrauen nach langjähriger Zusammenarbeit freut er sich nach eigenen Angaben „persönlich ausgesprochen". Vor allem aber stehe die aktuelle Wahl eines HAW-Vertreters „für die gleichberechtigte Zusammenarbeit aller Universitäten und Hochschulen im LZFG", so Koenigsdorff.


An der Hochschule Biberach ist Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff neben der Lehre in den Studiengängen Energie-Ingenieurwesen sowie Energie- und Gebäudesysteme als geschäftsführender Leiter und Forscher im Institut für Gebäude- und Energiesysteme aktiv. Seine derzeitigen Forschungsschwerpunkte sind die Konzeptentwicklung, Simulation sowie das Monitoring von Gebäudesystemen in Verbindung mit oberflächennaher Geothermie sowie integrierte Energiekonzepte mit energetisch und exergetisch optimierter Energienutzung. Daneben ist er als Berater für private und öffentliche Institutionen sowie in der Richtlinienarbeit des Verbandes Deutscher Ingenieure (VDI) tätig. Er ist Autor des Fachbuchs „Oberflächennahe Geothermie für Gebäude" und Teil eines Autorenkollektivs, das Leitfäden des Verbands Beratender Ingenieure zur Geothermie verfasst. Das Rechenverfahren GEO-HANDligh zur Auslegung von Erdwärmesonden stammt von ihm und seinem Biberacher Team und wird derzeit in einem Forschungsprojekt für weitere Systeme zur oberflächennahen geothermischen Energiegewinnung weiterentwickelt.

Foto: Professor Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff, Experte für Gebäudeklimatik, Energiesysteme und Geothermie sitzt dem wissenschaftlichen Beirat der Landesforschungsgruppe Geothermie in Baden-Württemberg vor/Foto: privat

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