HBC.Artikel_Staatssekretär Dr. Braun besucht Hochschule Biberach

Staatssekretär der Bundesforschungsministerin bestätigt Biberacher Lehr- und Forschungskonzept rundum

„Überdurchschnittlich" hohe Forschungsaktivitäten hat der Parlamentarische Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Prof. Dr. Johanna Wanka, der Hochschule Biberach bescheinigt. Dr. Helge Braun besichtigte in der vergangenen Woche die Hochschule; initiiert wurde der Besuch am Standort Aspach von MdB Josef Rief.
Die Hochschule Biberach nutzte den Besuch des Staatssekretärs, um auf der einen Seite die Forschungsaktivitäten gerade in der Biotechnologie vorzustellen; auf der anderen Seite machte Rektor Prof. Dr.-Ing. Thomas Vogel deutlich, mit welchen Schwierigkeiten die HBC zu kämpfen habe, gerade im Bereich der Forschung: fehlender Mittelbau, fehlende Fördermittel sowie unzureichende Freiräume für die Professoren bei einem wöchentlichen Deputat von 18 Semesterwochenstunden. Gleichzeitig leiste die Hochschule einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag, etwa, indem sie durch Studienangebote im Ingenieurwesen helfe dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken.
„Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften ist nur dank des persönlichen Engagements der Professoren möglich", so Vogel. Ihm liege es am Herzen, die Rahmenbedingungen für die Professorenschaft und damit für die Studierenden, insbesondere im Master-Bereich, zu verbessern. Hochschulabsolventen haben zwar die Möglichkeit zu promovieren – Hochschulen für angewandte Wissenschaften jedoch nicht  das Recht, Promotionen zu vergeben.  
Ausnahmen sind möglich, das zeigt das Beispiel der Fakultät Biotechnologie. Hier ist es der Hochschule Biberach gelungen, in Kooperation mit der Universität Ulm ein Promotionskolleg anzubieten. Insgesamt zwölf Doktoranden werden am Institut für Angewandte Biotechnologie betreut. Dieses Kolleg ist ein Programm des Landes Baden-Württemberg. Rektor Vogel und seine Kollegen wünschen sich solche Möglichkeiten auch für die anderen Lehr- und Forschungsbereiche der Hochschule Biberach. „Es geht um die Verstetigung", so Rektor Vogel.
Tatsächlich signalisierte Braun, dass das Bundesministerium bereit sei über die Promotionsmöglichkeiten an Fachhochschulen nachzudenken. Auch sei das BMBF bemüht, Forschung an Hochschulen für angewandte Wissenschaften zu verbessern, beispielsweise gebe es hierfür extra Förderprogramme, so der Staatssekretär.
Die Bundesregierung für Bildung und Forschung setze stark auf das anwendungsbezogene Profil der Fachhochschulen; wichtig  sei der richtige Mix aus Lehre und Forschung. Diesen Mix sieht der Parlamentarische Staatssekretär bei der Hochschule Biberach bestätigt. Dr. Helge Braun lobte die inhaltliche Ausrichtung der HBC: Die Schwerpunktthemen Energie und Biotechnologie könne er „rundum bestätigen", so der Staatssekretär.

Foto: Dr. Helge Braun (links), Parlamentarischer Staatssekretär der Bundesforschungsministerin Dr. Johanna Wanka, und MdB Josef Rief (Mitte) besuchten die Hochschule Biberach. Rechts im Bild ist Prof. Dr. Hans Kiefer zu sehen; in der Bildmitte hinten Dr. Nikolaus Rentschler, Vorsitzender des Hochschulrates der HBC/Foto: HBC

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