HBC.Artikel_Studentischer Wettbewerb_Weltkulturerbe Schelklingen_Hohler Fels

Studierende gestalten Scherben-Pavillon für Weltkulturerbestätte Hohler Fels bei Schelklingen

 
Studierende aus dem Studiengang Architektur der Hochschule Biberach haben sich an einem Ideenwettbewerb der Stadt Schelklingen beteiligt: Gesucht wurde die beste Entwurfsidee für einen Informationspavillon an der Höhle
 „Hohler Fels" für die zukünftige Weltkulturerbestätte „Eiszeitliche Höhlen Lohne/Achtal", wofür sich die Stadt im kommenden Jahr bewerben möchte.
 
Professor Matthias Loebermann hat die Studierenden im Sommersemester 2015 – Konstruktives Seminar - betreut – drei Entwürfe von Studenten-Teams wurden am Ende eingereicht und dem städtischen Preisgericht jetzt vorgestellt. Prämiert wurde jetzt der Vorschlag von Sarah Frey und Christoph Wetsch.
 
Die beiden angehenden Architekten folgten dafür dem Leitgedanken „mit einem verspielten Umgang mit Licht eine Anomalie zu erzeugen".
 
Entstanden ist die Idee eines Pavillons mit einem wirkungsvollen Innenraum aus Glas, wobei „die Fläche aus flachen, horizontal gestapelten Vollglasziegeln zusammengesetzt wird", so die Studierenden in ihrer Beschreibung. Jedes Element solle einzeln in einer regionalen Glashütte gegossen werden und erhalte damit eine individuelle Form, die zufällig und willkürlich entstehe, wie das Scherbenbild einer archäologischen Fundstätte. Der Pavillon selbst wird ein Gebäude aus Beton sein, ein Verweis auf das nahegelegene Zementwerk, so die Studierenden.
 
Mit ihrem Entwurf haben die angehenden Architekten die Jury überzeugt und dabei alle Anforderungen bedient, auch was die Größe und die Funktionalität des Informationspavillons angeht: Das acht Meter breite und 50 Meter lange Gebäude bietet Raum für ein Café mit Terrasse. Auch Ausstellungen und Veranstaltungen finden Platz, vorzugsweise dort, wo der Glasraum „das Raumgefühl im Pavillon bestimmt", beschreiben die Studierenden ihren Entwurf in einer dazu erschienen Broschüre, in der alle studentischen Entwürfe abgebildet sind.
In den nächsten Wochen sollen die Planungen konkretisiert werden; diese Aufgabe wird Professor Matthias Loebermann übernehmen. Im Hochschul-Institut für Architektur und Städtebau wird man sich – in Zusammenarbeit mit den Studierenden – damit befassen.
Das Gebäude soll Mitte 2017 fertiggestellt sein; dann wird auch das Bewerbungsverfahren der Stadt Schelklingen für das Weltkulturerbe laufen.
 
 
 

Foto: Sarah Frey und Christoph Wetsch - beide aus dem Studiengang Architektur der Hochschule Biberach - konnten die Jury mit ihrem Entwurf überzeugen/Foto: privat

zurück