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„VLOTT" mit Elektrofahrzeugen unterwegs: Studierende schlüpfen in die Rolle des Produktmanagers

Der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen: Dafür werden nicht nur hierzulande, sondern auch im benachbarten Österreich Konzepte erarbeitet. Gerade das westliche Bundesland Vorarlberg wurde bereits 2008 zur ersten Modellregion für Elektromobilität in Österreich und das Bundesland damit europaweit zum Vorreiter. Grund ist die sogenannte „VLOTTE", eine Flotte von Elektrofahrzeugen des Bregenzer Energieunternehmens illwerke VKW. In den vergangenen zehn Jahren wurde die E-Mobility weiter ausgebaut: Heute sind allein in Vorarlberg 1.200 Elektroautos auf den Straßen unterwegs und mit mehr als 500 Ladesäulen gilt die Ladeinfrastruktur als flächendeckend. Dabei sind die Vorarlberger E-Autos emissionsfrei, denn sie werden zu 100 Prozent mit Ökostrom aus Wasserkraft geladen.
 
Studierende der Energiewirtschaft der Hochschule Biberach (HBC) haben das Vorarlberger Energieunternehmen nun während einer Exkursion besucht und hatten dabei die Möglichkeit, Elektromobilität aus nächster Nähe zu erleben. Zunächst erhielten die Studierenden in der VKW-Mobilitätszentrale einen Einblick in die Entwicklung der Elektromobilität in Vorarlberg sowie in die gesetzlichen und förderpolitischen Rahmenbedingungen. Anschließend schlüpften sie selbst in die Rolle eines Produktmanagers. Innerhalb eines Workshops sollten die angehenden Energiewirte kreative Kommunikationsmaßnahmen entwickeln, mit denen sich die Ladelösungen der VLOTTE bei Industrie- und Gewerbekunden bewerben lassen.
 
„Vom Hörsaal in die Praxis, das ist ein echtes Aha-Erlebnis für unsere Studierenden und ein großer Motivationsschub", sagt Professorin Verena Rath, die neben dem Fach Elektromobilität auch Marketing im BWL-Studiengang Energiewirtschaft lehrt. Und auch für das Unternehmen ist der Workshop ein spannendes Format, um die eigenen Ideen mit denen junger Menschen abzugleichen, die zudem technisch interessiert und energiewirtschaftlich geprägt sind: „Das sind wichtige Rückmeldungen für uns", so Stefan Hartmann, Produktmanager E-Mobilität bei der VKW.
 
Für Hochschule und Unternehmen seien diese Kontakte gegenseitig von großem Wert, so die Einschätzung von Verena Rath. Der Studiengang könne Impulse aus der Branche in der Lehre aufgreifen, die Wirtschaft profitiere von Praktikanten wie Bacheloranten der Energiewirtschaft aus Biberach. Exkursionen wie die nach Bregenz bieten beiden Partnern eine willkommene Möglichkeit für diese wichtige Netzwerkarbeit und sind deshalb fester Bestandteil des Studiums.
 
Und damit der Spaßfaktor nicht zu kurz kommt durften die Studierenden Testfahren mit aktuellen E-Automodelle unternehmen. Eine Möglichkeit, die wie Rath berichtet, nicht ungenutzt blieb und Begeisterung für die Elektromobilität weckte - nicht nur fachlicher Art.

Foto: Durften Testfahrten mit aktuellen E-Fahrzeugmodellen unternehmen: Studierende der Energiewirtschaft auf einer Exkursion zum Bregenzer Energieunternehmen illwerke VKW/Foto: privat

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