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Start-up Night Biberach macht lokale Gründerszene sichtbar

Rund 70 Gründungsbegeisterte haben sich bei der fünften Start-up Night Biberach vernetzt, diesmal in der kreativen Atmosphäre der Jugendkunstschule. Vorgestellt wurden die regionalen Start-ups „Gutes von hier" und „Rhetorican".

„Schön, dass ihr alle da seid – ohne euch gäbe es uns nicht": Mit diesen Worten begrüßte Dr. Cornelia Gretz, Gastprofessorin und Leiterin der Gründerinitiative der Hochschule Biberach, die TeilnehmerInnen. Gretz und ihr Team haben die Start-up Night in Biberach ins Leben gerufen und organisierten die Veranstaltung bereits zum fünften Mal. Mit der Veranstaltung bietet die Gründerinitiative Möglichkeiten der Vernetzung – gleichzeitig werden jeweils Beispiele für erfolgreiche Gründungen vorgestellt.

Oliver Munz hat mit seiner Firma "Rhetorican" eine App zum digitalen Rhetorik-Training entwickelt: Jedermann, so berichtet er, „kann damit der Redner werden, der er schon immer sein wollte". Munz kennt die Herausforderungen des freien Sprechens aus eigener Erfahrung: „Aufgeregt zu sein ist nicht schlimm – diese Energie braucht ihr sogar", sagt er den Teilnehmern. Wichtig sei es geübt zu sein, um selbstbewusst sprechen und seine Inhalte authentisch präsentieren zu können. Dabei solle seine App unterstützen, für die nun „auf der Suche nach Investments ist, um seine Idee größer skalieren zu können".

Bereits erfolgreich und vielen bekannt ist das Start-up „Gutes von Hier", das in einem Ulmer Ladengeschäft regionale Manufakturprodukte von rund 50 Anbietern bündelt. Hendrik Mächler, Co-Gründer des Unternehmens, erzählte bei der Biberacher Start-up Night seine Geschichte im Gründergespräch mit Cornelia Gretz. „Ich wollte etwas für die Menschen mit tollen Produkten auf dem Markt machen", berichtet er, „und zeigen, was die Region zu bieten hat." Der Durchbruch für seine Idee gelang mit einem lokalen Pop-Up Store; dieses temporäre Ladengeschäft betreibt Mächler immer zur Weihnachtszeit. Beide Ideen brachte der Gründer zusammen; seither stellen Mächler und sein Team unterschiedliche Produkte in thematischen Sets zusammen.

Beim offenen Networking kamen neue Kontakte und Kooperationen zustande. So bot Alexander Jentzmyk, bekannt aus der TV-Sendung „Höhle der Löwen" und Gründer von „Drillstamp", einer smarten Hilfe zur Anbringung von Bohrlöchern, seine Hilfe in Gründungsprojekten an. Julian Hermann, der derzeit eine Ausbildung zum Industriekaufmann absolviert, sucht noch die richtige Idee, beschäftigt sich aber schon vertieft mit dem Vorgehen zur Gründung. Er ist begeistert, dass die Start-up Night die Gründerszene in der Region sichtbar macht: „Start-ups sind sonst immer so weit entfernt und nicht greifbar", freut er sich. Dem stimmte auch der Kanzler der Hochschule Biberach, Thomas Schwäble, zu: „Die Gründerinitiative bringt einen anderen Spirit in die Hochschule Biberach."
Text: Marcel Moser

Foto: Dr. Cornelia Gretz, Gastprofessorin für Entrepreneur, begrüßte die Gäste der 5. Start-up-Night in der Biberacher Jugendkunstschule/Foto: HBC

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