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ZAFH ENsource erhält 1,5 Mio. Euro Fördergelder – Hochschule Biberach an Forschungsverbund beteiligt

Das Zentrum „Urbane Energiesysteme und Ressourceneffizienz – ENsource" wird durch die Landesregierung sowie die EU (Europäischer Fonds für regionale Entwicklung) mit 1,5 Mio. Euro über die nächsten drei Jahre gefördert und ist damit eines von drei Forschungsverbünden von Wissenschaftlern, die im Förderprogramm „Zentren für angewandte Forschung an Fachhochschulen" (ZAFH) prämiert wurde. Die Hochschule Biberach gehört diesem Zusammenschluss als eine von acht Hochschulen an; die Koordination des neuen Zentrums für angewandte Forschung im Bereich nachhaltige Energiesysteme hat die Hochschule für Technik, Stuttgart, übernommen.
Für den Biberacher Wissenschaftler, Professor Dr.-Ing. Martin Becker, und sein Team ist es nicht die erste Beteiligung an einem landesweiten Forschungsverbund. Bereits seit 2002 ist er an dem ZAFH für nachhaltige Energietechnik (zafh.net) beteiligt. Becker lehrt im Studiengang Energie-Ingenieurwesen und ist Experte für Automatisierungstechnik. Am Institut für Gebäude- und Energiesysteme der HBC leitet er verschiedene Forschungsprojekte im Bereich der Gebäude- und Energietechnik, auch in Zusammenarbeit mit Unternehmen oder anderen Forschungseinrichtungen.
Das aktuell geförderte Zentrum für angewandte Forschung hat sich in einem „aufwändigen, mehrstufigen Begutachtungsverfahren unter 24 Mitbewerbern erfolgreich durchgesetzt", so Prof. Becker; insgesamt drei Zentren werden in dem aktuellen Programm gefördert.
Das ZAFH Urbane Energiesysteme und Ressourceneffizienz – kurz ENsource – wird in den kommenden drei Jahren untersuchen, welche Konzepte und Methoden sich für urbane Simulations-, Automatisierungs- und Optimierungswerkzeuge eignen. Dabei arbeiten die Hochschulen eng mit industriellen, gewerblichen und kommunalen Anwendern zusammen. Am Ende sollen zukünftige Geschäftsmodelle im Kontext der Energietransformation entwickelt und exemplarisch erprobt werden.
Wie Prof. Becker erklärt, kann man „urbane Energiesysteme als hochkomplexe Strukturen beschreiben": Mit intelligenten Kommunikations- und Steuerungssystemen sei es möglich, diese komplexen Anlagen effizient und automatisiert zu betreiben und einen hohen Anteil erneuerbarer Energie zu nutzen. Die Komplexität der Energieerzeugung entstehe durch dezentrale, fluktuierende und stark vernetzte Anlagen. Die Herausforderung, auch für den aktuellen Forschungsverbund, liege darin, systemübergreifende Ansätze und Prozessanalysen zu erforschen und zukunftsfähige, ressourceneffiziente Lösungen bereitzustellen.
Der Schwerpunkt der Biberacher Wissenschaftler liegt im Bereich Anlagen- und Energie-Monitoring, Automatisierung und Modellbildung von thermischen Anlagen sowie im Energiemanagement. Mit dem ZAFH ENsource in Biberach, das von Prof. Martin Becker geleitet wird,  ist auch die Finanzierung eines Forschungsmitarbeiters gegeben. Neben der inhaltlichen Forschungsarbeit, so Becker, biete der Forschungsverbund jungen Nachwuchsforschern an der Hochschule Biberach die Möglichkeit, ihr Promotionsverfahren zu verfolgen. „Gemeinsam mit den beteiligten Hochschulen initiierte Doktorandenseminare fördern diese Ambitionen gezielt", so Becker.

Foto: Forschung im Verbund mit anderen Hochschulen: Der Biberacher Wissenschaftler Prof. Dr.-Ing. Martin Becker ist an einem Zentrum für angewandte Forschung an Fachhochschulen zum Thema "Urbane Energiesysteme und Ressourceneffizienz" beteiligt (Reihe 5, 2. v.r.)/Foto: Hochschule für Technik, Stuttgart

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