Das große Ganze

Beschäftigen wir uns mit dem Themenfeld des Bauens, verknüpfen wir dieses aktuell nahtlos mit den folgenden Schlagwörtern: Bauboom, günstige Kredite, deutsche Handwerks- und Ingenieurskunst, Problematik bei Großprojekten, Ästhetik von Bauwerken und immensem Preisdruck.

Sicherlich spiegelt jeder dieser Begriffe einen Teil der heutigen deutschen Baukultur wieder.
An dieser Stelle jedoch, verlassen wir deutsches Bauterrain und fokussieren uns auf den globalen Baumarkt. Hier finden wir ein riesiges Potenzial an möglichen Bauprojekten, sowohl im Infrastrukturbereich als auch im Ingenieurhochbau. Hält man sich die Erkenntnisse aus der Studie „Global Construction 2025" aus dem Jahr 2013 vor Augen, wird von einem Wachstum der weltweiten Bauindustrie von über 70 Prozent auf 15 Billionen US Dollar im Jahr 2025 gesprochen. Besonderes Potenzial bieten aufstrebende Schwellenländer wo oft der Wunsch nach nachhaltigem Bauen, wie in Form von „Smart Cities" oder „Green Buildings" bereits Anwendung findet.

Im Studiengang Projektmanagement/Bau der Hochschule Biberach ist man sich der fortschreitenden Internationalisierung der Branche bewusst. Um den angehenden Ingenieuren diesen Weitblick zu vermitteln, brechen jährlich das sechste und siebte Semester zu einer Abschlussexkursion in alle möglichen Länder auf.

Unsere Exkursion führte uns vom 26. September 2016 von Panama-Stadt über Mexiko-Stadt nach San Francisco, wo wir am 08.10.2016 wieder den Flieger Richtung Deutschland bestiegen. In Panama-Stadt, Standort von 104 vorwiegend internationalen Banken und eines der bedeutsamsten Zentren für Offshore-Geschäfte weltweit, besichtigten wir die 102 Jahre alten Miraflores-Schleusen sowie die im Juni 2016 in Betrieb genommenen Gatún-Schleusen des für 7 Mrd. USD erweiterten Panamakanals, ein atemberaubendes Jahrhundertbauwerk. Gegensätzlich zum westlich geprägten Panama-Stadt, erwartete uns in Mexiko-Stadt ein in lateinamerikanischem Flair gekleideter Kessel, dessen Großraum „Zona Metropolitana del Valle de México" 22 Millionen Einwohner besiedeln. Unser Aufenthalt in San Francisco ermöglichte uns die einmalige Chance, eines der aktuell größten Bauprojekte im Ingenieurhochbau zu besichtigen, das neue Apple Headquarter AC2 im Silicon Valley.

Die Baustellenbesichtigungen waren geprägt von angeregten Diskussionen über die angewandte Bautechnik und der zugrundeliegenden Projektorganisation. Neben zahlreichen wertvollen Erfahrungen im Bausektor, erhielten wir ebenfalls einen Einblick in gänzlich unterschiedliche Kulturen.

Der nachfolgende Bericht bringt unsere Erfahrungen und Erlebnisse zum Ausdruck.

Zum Abschlussbericht

Danksagung

Die vergangene Exkursion ermöglichte uns eine Vielzahl neuer Eindrücke und Erfahrungen. Auch zukünftig werden uns diese auf unserem Weg begleiten. Wir, die Semester sechs und sieben, stehen vor dem Abschluss unseres Bachelorstudiums. Bereits während der vergangenen Semester haben wir vieles geteilt und erlebt, diese Reise jedoch, war das herausragende Highlight unserer Zeit an der Biberacher Hochschule.
An dieser Stelle gilt es, sich bei denjenigen zu bedanken, welche uns diese Fülle an Eindrücken ermöglichten.
In Panama-Stadt wurden wir von den Firmen PERI und Bauer Spezialtiefbau sowie der deutschen Botschaft auf Präsentationen, Stadtrundfahrten und Baustellen eingeladen, welche uns sowohl die dortigen Arbeitsweisen als auch die Gepflogenheiten des Landes selbst näherbrachten. Der Bauträger Tellez und dessen Architekt Barbachano gewährten uns Einblicke in die Baustelle des gestalterisch anspruchsvollen Torre Manacar, einem Hochbauprojekt im Herzen Mexiko-Stadts. Während unseres letzten Stopps in San Francisco wurden wir durch die jeweiligen Vertreter der Firmen Josef Gartner und Hochtief Solutions durch deren Projekte geführt. Die Errichtung des neuen Apple Headquarters sowie eines Tunnels in offener Bauweise, zeigten uns die Spannweite unseres späteren Berufsfeldes auf.
Neben der gelungenen Betreuung vor Ort, erhielten wir auch in finanzieller Hinsicht tatkräftige Unterstützung. Die Bauer Spezialtiefbau GmbH, Ed. Züblin AG, Hochtief Solutions AG sowie zahlreiche weitere Spender und Sponsoren trugen maßgeblich zum Gelingen der Exkursion bei.
Ein rechtherzliches Dankeschön allen Unternehmen für Ihre Unterstützung. Darüber hinaus allen weiteren Beteiligten der Hochschule Biberach, in Person der begleitenden Professoren Klaus-Peter Rössner und Herrn Hartmut Veigele sowie Frau Helga Tröster und Frau Vera Jauch.