Der Themenschwerpunkt CAMPUS:klimaneutral legt das Hauptaugenmerk auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen. Ziel ist es, den Campus bis 2040 klimaneutral zu gestalten und damit aktiv zur Energiewende beizutragen sowie als Pilot beispielhaft für andere Einrichtungen zu agieren. Dabei orientieren wir uns an den nationalen Klimaschutzzielen in Deutschland, sowie den Vereinbarungen zur Hochschulfinanzierung auf Landesebene. Die Handlungsfelder umfassen dabei die energetische Sanierung der Gebäudehüllen, die nachhaltige Energieversorgung der Gebäude sowie ein verbessertes Ressourcenmanagement. Aus der engen Verzahnung mit der städtebaulichen Entwicklung und Mobilitätskonzepten soll ein qualitätsvoller, emissionsarmer Campus Realität werden.  ​​​​​​​

Als Hochschule mit den Schwerpunkt Biotechnologie, Bauwesen, Energie und BWL bildet die HBC Studierende aus, die die Zukunft im Gebäudesektor mitbestimmen werden. Sollten wir hier nicht selbst als Vorbild vorangehen und Studierenden am eigenen Beispiel zeigen, wie energieeffizientes und nachhaltiges Bauen funktioniert? Zum Erreichen der Klimaneutralität bis 2040 betrachtet CAMPUS:klimaneutral deshalb die Bereiche Gebäude, Energie und Stoffkreisläufe. Zunächst stehen dabei Konzepte für die energetische Sanierung der Bestandsgebäude auf dem Campus sowie für deren zukünftige Energieversorgung im Vordergrund. Außerdem ist die Einführung eines Abfallmanagements angedacht. 

Campus klimaneutral
Campus klimaneutral

Mit das größte Potenzial bei der Reduzierung der Treibhausgasemissionen liegt im Bereich der Sanierung des Gebäudebestands. Vor allem die Gebäude B, C und F2 haben einen vergleichsweise sehr hohen Wärmeverbrauch. Auch hier stellt das Sichtmauerwerk der Gebäude B und C eine große Herausforderung hinsichtlich der Sanierung der Fassade dar. Nicht zuletzt besteht ein hoher Handlungsbedarf im D-Gebäude, das nach der Übernahme durch die HBC keine energetische Sanierung erhalten hat.

Aktuell werden die Gebäude der Hochschule über Gas-Brennwertkessel beheizt. Regenerative Energien werden nur im Bereich der Stromerzeugung oder zu Forschungszwecken genutzt. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Ein Gesamtkonzept, das die Bereiche Strom, Wärme und Kälte koppelt und das Potenzial erneuerbarer Energien ausnutzt, muss dringend erarbeitet und umgesetzt werden. Bedarfsszenarien, die die künftigen städtebaulichen Entwicklungen des Campus berücksichtigen, bilden hierfür die Basis.

Insbesondere für Vorlesungsräume soll ein Konzept erarbeitete werden, wie die Luftqualität mittels maschinell gestützter Lüftung verbessert werden kann. Die Integration neuer Lüftungsgeräte in bestehende Gebäude ist dabei die größte Herausforderung. Im Zuge einer Fassadensanierung könnten dezentrale Lüftungsgeräte in die Fassade integriert werden. Im Bereich der Gebäude B und C ist dies aufgrund des Sichtmauerwerks nicht möglich. Hier müssen andere Lösungen gefunden werden. 

Im Bereich Abfall gibt es großes Optimierungspotenzial an der Hochschule. Von Abfall vermeiden, hin zu Wiederverwertung, Recycling und Beseitigung gibt es verschiedene Handlungsfelder, in denen das Projektbüro tätig werden möchte. Die Einführung und Überwachung eines Abfallmanagements sowie die Einführung eines Mehrwegsystems für Coffee-to-go Becher sind dabei erste Maßnahmen, die umgesetzt werden sollen. Hierdurch soll die Restmüllmenge reduziert und der Anteil der Getrenntsammlung erhöht werden.​​​​​​​


Förderhinweise

Wesentlicher Bestandteil im Projektbüro Campus Zukunft ist die Umsetzung des Vorhabens „KSI: Klimaneutrale Hochschule Biberach 2040“ im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesministeriums.

Logo Klimaschutzkonzept
Logo Klimaschutzkonzept

Ansprechpartnerinnen:

Kontakt