Labore & Werkstätten

Unsere Labore und Werkstätten ermöglichen Studierenden eine praxisnahe und qualitativ hochwertige Ausbildung und stellen für Forschende die ideale Infrastruktur dar, um externe sowie interne Forschungs- und Entwicklungsarbeiten zu realisieren.


Modellbauwerkstatt I (Raum C 2.16)

Einen wichtigen Teil der Werkstätteninfrastruktur des Fachbereichs Architektur stellt die ModellBAUwerkstatt direkt in den Räumlichkeiten der Hochschule Biberach (Raum C 2.16, Raum C 2.75, Raum C 2.09) dar. Hier können die Studierenden unter fachkundiger Betreuung und einer entsprechenden Ausstattung ihre Architekturmodelle produzieren. Die Werkstatt steht aber auch für die Forschungsarbeit des Instituts für Architektur und Städtebau zur Verfügung. Sie leistet hierbei einen wertvollen Beitrag bei der Herstellung von Arbeitsmodellen und Prototypen, die häufig als Grundlage für die Realisierung von Projekten benötigt werden.

Ausstattung

Maschinenpark: Tellerschleifmaschinen, Tischkreissäge, Formatkreissäge, Dekupiersäge, Bandsäge I + II, große Bandsäge, Papierschneidetisch, Ständerbohrmaschine, Werkbänke, Handwerkzeug, Akkuschrauber, Bohrmaschinen, Stichsägen, Airbrushset, Lötgeräte, Styrocutter etc.

3D-Labor: Im digitalen Produktionsverfahren können hier Modellbauteile gefertigt werden. Diese werden im Anschluss zu dreidimensionalen Modellen zusammengebaut oder im 3D-Druckverfahren direkt erstellt. Die Materialien können den Maschinen entsprechend gewählt werden (z.B. Modellsperrholz, Acryl, Papier und Pappen, ABS). Das 3D-Labor ist ausgestattet mit: CNC-Fräse Precise 760, Stepfour (Arbeitsraum 400 x 600 x 10 mm), 3D-Printer Dimension Elite, Alphacam (Arbeitsraum 203 x 203 x 305 mm), CO2 Laser Speedy 100, TROTEC (Arbeitsraum 300 x 600mm), Flachbettschneidpltter CFL-605RT, Mimaki (Arbeitsraum 510 x 610).

Fotoatelier: Ein an die Werkstätten angeschlossenes Fotolabor unterstützt die Studierenden bei der weiteren digitalen Bildbearbeitung und der Dokumentation ihrer Modelle. Hierfür steht folgende Ausstattung zur Verfügung: Fotoleuchten, Stative, Hintergrundwand, digitale Kameraausrüstung, Endoskopie-Ausrüstung.

Gipswerkstatt/Lackierkabine: In einem abgeschlossenen Raum können Modelle gegossen werden (Gips, Beton) Hierfür stehen Abformmaterialien und ein Rütteltisch zur Verfügung. Mit einer mobilen Modell-Lackierkabine wird das Angebot abgerundet.

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Das Labor für Automatisierungstechnik ist eine praxisorientierte Lehr-, Forschungs- und Entwicklungseinrichtung des Instituts für Gebäude- und Energiesysteme. Es unterstützt in der Lehre primär den Bachelor Studiengang Energie-Ingenieurwesen und den Master Energie- und Gebäudesysteme. Thematisch werden Aufgaben- und Fragestellungen aus dem Spektrum der Mess-, Steuer- und Regelungstechnik, Informations- und Kommunikationstechnik, Gebäudeautomation sowie des Energie- und Gebäudemanagements für das gesamte Anwendungsfeld der Gebäude- und Energietechnik bearbeitet.


Aktuelle Themen sind z.B.:

  • Energieeffizienz durch Gebäudeautomation
  • Energie- und Gebäudemanagement
  • Bus- und Kommunikationssysteme für die Gebäude- und Energietechnik
  • Hardware-in-the-Loop Lösungen für Gebäudetechnik
  • Energieeffizienzbewertung und optimierte Betriebsführung von Kälteanlagen
  • Optimierter Gebäudebetrieb durch verbessertes Energie- und Anlagen-Monitoring

Ausstattung

  • zwölf Laborarbeitsplätze mit vernetztem Rechnerpool
  • Versuche mit Lehrtafeln zu KNX
  • Programmier- und Engineeringwerkzeuge für Bus- und Kommunikationssysteme wie KNX, MQTT, OPC-UA,M-Bus, EnOcean, Modbus, TCP, BACnet usw.
  • diverse Softwaretools wie z.B. Matlab/Simulink, WinFACT, LapMap, LabView, CoDeSys, LaBsoft, WS-CAD, TRIC, usw.
  • Automationsgeräte (SPS, DDC) verschiedenster  Hersteller (z.B. Beckhoff, Wago, Saia,...)
  • Testumgebungen mit busbasierte Komponenten (z.B. Sensoren, Aktoren, Energiezähler) im Labor und in ausgewählten Seminarräumen im Technikum G, die auf das Gebäudemanagement im Labor für MSR- und Automatisierungstechnik aufgeschaltet sind
  • umfangreiches Messequipment zum Messen elektrischer und nichtelektrischer Größen
  • App-basierte Steuerung von Raumautomationsfunktionen
  • verschiedene Systeme für das GA-Management

Im Labor angesiedelte Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungs- und Entwicklungsprojekte werden auf den Gebieten der Gewerke übergreifenden Gebäude- und Raumautomation, nachhaltigen Energiesystemen und des Energie- und Gebäudemanagements durchgeführt.

Dies sind z.B.:

  • Energiemanagement in einem Büro- und Schulungsgebäude
  • Raum- und Anlagenautomation unter verschiedenen Nutzungsprofilen
  • Untersuchungen zu Regelalgorithmen in einer Hardware-in-the-loop Umgebung
  • Energieeinsparpotenziale durch Einsatz von Raum- und Gebäudeautomation
  • Behaglichkeitsaspekte unter der Berücksichtigung von Nutzerverhalten
  • Einführung einer automatisierten Zählererfassung für die Hochschulen in Baden Württemberg
  • Erstellung eines Fortbildungsangebots für "Digitale Prozesse im Bauwesen"

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Labor für MSR- und Automatisierungstechnik
Labor für MSR- und Automatisierungstechnik
HBC Energieingnieure im Sim-Labor
HBC Energieingnieure im Sim-Labor

Das Labor für Simulationstechnik ist das Kompetenzzentrum der Hochschule Biberach für die thermisch-energetische Simulation von Gebäuden einschließlich aller Anlagen zur Raumkonditionierung und Energieversorgung, sowie für die Strömungssimulation in Gebäuden.

Das Labor verfügt über alle wesentlichen Simulationsprogramme der Gebäudeklimatik und Gebäudetechnik.

Neben den Aufgaben in der Lehre stellt das Labor seine Ausstattung und sein Know-How der angewandten Forschung an der Hochschule zur Verfügung.

Ausstattung

  • Programme für die thermisch-energetische Gebäude- und Anlagenkonstruktion (TEG & TEA): TRNSYS, BSim, CoolPack, Meteonorm, WINDOW, SOLinvest, polysun, PV*SOL, T*SOL, MiniBHKW-Plan, ESP-r, eQUEST, SOLAR COMPUTER, ennovatis EnEV+, IBP 18599 HighEnd, mh software
  • Computational Fluid Dynamics (CFD): Siemens Star CCM+
  • Multi & Special Purpose Tools: Engineering Equation Solver (EES), MATLAB/Simulink, COMIS, THERM, RadTherm
  • Earth Energy Designer (EED), EWS
  • Kunst- und Tageslicht-Software: LESO-DIAL
  • Rechnerpool

Forschung

Forschungs- und Entwicklungsarbeiten werden momentan zur Neu- und Weiterentwicklung von Simulationsmodellen und -programmen durchgeführt, insbesondere bei der Gebäude- und Anlagensimulation sowie der Auslegung und Simulation oberflächennaher geothermischer Quellensysteme.

Aktuelle Themen sind z.B.:

  • Simulationsgestützte Betriebsanalyse und –optimierung von Wärme- und Kälteerzeugungsanlagen
  • Entwicklung von Simulationsmodellen von oberflächennahen Geothermieanlagen
  • Vergleich und Erprobung von Simulationsprogrammen

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Das Labor beschäftigt sich mit der Messung/Bewertung, Demonstration und Simulation von Tages- und Kunstlichtsituationen. Es steht eine umfangreiche Ausstattung, bestehend aus Sensoren zur Beleuchtungsstärkemessung bildgebenden Verfahren zur Leuchtdichtemessung und zur Spektroskopie zur Verfügung. Im Laborraum können zudem unterschiedliche Beleuchtungen an einem Arbeitsplatz bzw. einer Demonstrationswand lichttechnisch beurteilt werden.
 

Lichtlabor
Lichtlabor

Im Bereich der solaren Systeme stehen PV-Module zur Vermessung der I-U-Kennlinie mit MPP-Tracking, eine solarthermische Anlage für die Aufnahme von Kollektorkennlinien und Speicherschichtung, sowie Werkzeuge zur Standort Verschattungsanalyse zur Verfügung. Mit Hilfe von hochschuleigenen Wetterdaten können solare Systeme softwaregestützt simuliert und bewertet werden.

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Das Labor für Raumlufttechnik deckt die Themenbereiche Raumlufttechnik und Baubiologie ab. Es beschäftigt sich überwiegend mit den thermodynamischen und technischen Vorgängen in und um raumlufttechnische Anlagen.

Ausstattung

Für die Lehr- und Forschungstätigkeiten stehen dem Labor eine umfangreiche Anlagen- und Systemausstattung zur Verfügung. Diese bietet viele Möglichkeiten gebäudeklimatische Prozesse praxisnah aufzuzeigen und auszutesten. Zur Laborausstattung gehören:

  • Zwei Klimaanlagen
  • Klimakammer
  • Infrarot-Thermografiesysteme
  • Behaglichkeitssonden nach DIN 1946
  • Messsysteme zur Erfassung von Temperaturen, Feuchten und Strömungsgeschwindigkeiten in Luft, Baufeuchtemessgeräte
  • Testraum mit unterschiedlichen Elektroinstallationen (abgeschirmte Leitungen, nicht abgeschirmte Leitungen mit Netzabkoppler)
  • Niederfrequenz- und Hochfrequenz-Analyser
  • Körperspannungsmessgeräte
  • CO2-Sonden, Luftqualitätssensoren
  • Radioaktivitätsmessgeräte
  • Ionometer, Partikelzählgeräte, Luftprobenentnahmesystem

Forschungsthemen

Das Labor erforscht folgende Themengebiete der Raumlufttechnik sowie der Baubiologie:

  • Messung der thermischen Behaglichkeit in Innenräumen
  • Validierung der thermischen Eigenschaften, als auch der Volumenstrommenge, von RLT-Geräten
  • Thermographische Untersuchungen an Gebäuden
  • Energetische Inspektion von Klimaanlagen - Möglichkeiten zur Umsetzung von §12 EnEV
  • Luftqualitätsmessungen
  • Messung von baubiologisch relevanten Nieder- und Hochfrequenzfeldern
  • Schall- und Infraschalluntersuchungen
  • Bestimmung des Strömungsfeldes im Einflussbereich von Luftauslässen

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Raumluft-Labor
Raumluft-Labor

Die Einrichtungen des Labors untergliedern sich in die Bereiche Kältetechnik, Hydraulik und Technikum Gebäudeklimatik. Diese stehen sowohl für die Lehre im Bachelorstudiengang Energie-Ingenieurwesen sowie im Masterstudiengang Energie- und Gebäudsysteme als auch für anwendungsbezogene Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten am Institut für Gebäude- und Energiesysteme IGE zur Verfügung.

Labor für Thermische Energiesysteme
Labor für Thermische Energiesysteme

Kältetechnik (Prof. Dr.-Ing. Alexander Floß, kommissarisch)

Im diesem Bereich stehen der Hochschule zwei Laboreinrichtungen zur Verfügung.

Im Kleinkältelabor können Studierende während des Laborpraktikums Grundkenntnisse über den Kältemittelkreislauf, die Bewertung der Effizienz und die Leistungsregulierung direkt an drei verständlich aufgebauten Versuchsständen erlernen und vertiefen. Ebenso können an den Anlagen interessante studentische Projektarbeiten realisiert werden. Nach Beispielen wie „Kälteerzeugung über Fahrradantrieb“ oder „Solar-Kühltruhe“ sind neue, kreative Ideen stets willkommen.

Hingegen ist im Großkältelabor ein komplexes Kälteanlagensystem aufgebaut, mit welchem die Hochschule ihren Beitrag an der Forschung leisten kann. Schwerpunktthemen sind der Einsatz von natürlichen Kältemitteln (z.B. CO2), die Effizienzbewertung und Systemoptimierung von Kälteanlagen. Das Gesamtsystem verfügt über eine Kälteleistung von bis zu 15 kW. Durch den modularen Aufbau können unterschiedliche Anlagenkonfigurationen aus der Praxis abgebildet werden. Beispielsweise kann in einem Kühlraum ein reales Szenario für die Lebensmittelkühlung nachgestellt werden. Ebenfalls können Raumklimakühlung über Kaltwassersatz und freie Kühlung für EDV-Räume mittels Lastprofile simuliert werden.

Hydraulik (Prof. Dr.-Ing. Alexander Floß)

Der Bereich Hydraulik befasst sich mit den Grundlagen der Übertragung thermischer Energie vom Erzeuger zum Verbraucher in Gebäuden, Anlagen und Liegenschaften.

Hier wird der Umgang mit hydraulischen Komponenten sowie hydraulischen Schaltungen und die messtechnische Erfassung von hydraulischen Systemen erforscht und vermittelt.

Es stehen Versuchsstände zur messtechnischen Erfassung von Pumpenkennfeldern und Ventilkennlinien, zur Einregulierung von Heizungsanlagen, zum Verhalten von hydraulischen Schaltungen und zur Betrachtung von Einfluss und Effizienz von Pufferspeichern zur Verfügung.

IGE Hydraulik
IGE Hydraulik

Technikum Gebäudeklimatik (Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff)

Das Gebäude ist Hörsaal, Laborgebäude und Versuchseinrichtung im Maßstab 1:1, welches u. a. die Themenbereiche Thermoaktive Bauteilsysteme (Bauteilaktivierung), Oberflächennahe Geothermie, Luftdichtheitsprüfung von Gebäuden sowie Monitoring und messtechnische Evaluierung von Gebäuden, Wärmepumpen und geothermischen Anlagen inkl. Fragen zur Messtechnik (Wärmezählung) abdeckt.

Ausstattung des Technikums

  • Bodenabsorber (wasserführende Rohre unter der Bodenplatte)
  • Doppelrohr-Erdwärmesonden zur geothermischen Heizung und Kühlung
  • Versuchsanlage mit umschaltbarer Wärmepumpe/Kältemaschine
  • Thermische Bauteilaktivierung in drei gleichartigen Hörsälen mit unterschiedlichen Systemen (Betonkernaktivierung und Kapillarrohrmatten im Estrich als wasserführendes System sowie Betonkernaktivierung mit Luft)
  • Lüftungsgerät für Versuchszwecke zur Versorgung der luftgestützten Betonkernaktivierung
  • Solare Luftkollektoren und Erdreichwärmetauscher zur geothermischen Vorwärmung bzw. Vorkühlung der Außenluft des Lüftungsgerätes
  • Zwei Experimentalfassadenelemente an der Stirnseite des Gebäudes
  • Die Lamellenfenster des vollverglasten Flures sind mit motorischen Antrieben ausgestattet
  • Zweigeschossiges Labor für großvolumige Modellversuche
  • Zisterne zur Regenwassernutzung und künftiger Nutzung als Energiespeicher

Elektrische Systemtechnik

Themen im Laborunterricht sind die elektrische Gebäudeausrüstung, Anlagenplanung, Projektierung von Elektroanlagen, elektrische Systeme und die Netzintegration erneuerbarer Energien. Laborpraktika und auch vorlesungsbegleitende Versuche werden im Labor für Elektrische Systeme abgehalten.

Das Labor ist eine praxisorientierte Laboreinrichtung. Thematisch werden Aufgaben- und Fragestellungen aus der Praxis nach DIN VDE – Vorschriften für elektrische Gebäudeausrüstung behandelt. Dies sind unter anderem:

  • Grundlagen der Messtechnik, Strom,- Spannung- und Leistungsmessungen
  • Aufbau und Prüfung einer Industrieverteilung
  • Messung der Durchgängigkeit der Schutz- und Schutzpotenzialausgleichsleiter
  • Messung und Prüfung der Schleifenimpedanz, Schutz durch Abschaltung
  • Messung des Isolationswiderstandes
  • Erdungsmessung
  • Prüfung der Wirksamkeit der Fehlerstrom-Schutzeinrichtung (RCD)
  • Prüfung der Spannungspolarität und Phasenfolge
  • Anlaufverfahren von Asynchronmotoren
  • Messung von Frequenzumrichter

Ausstattung

Das Labor ist mit acht Laborarbeitsplätzen mit vernetztem Rechnerpool ausgestattet und bietet hier die Ausstattung für Grundlagenversuche im Bereich Elektrotechnik aber auch Versuche zu Leistungselektronik, elektrischen Maschinen und Smart Grids. Darüber hinaus bietet das Labor diverse Softwaretools, wie z.B. Simaris, NEPLAN, Power Factory und SINCAL, und stellt umfangreiche Messgeräte zum Messen elektrischer und nichtelektrischer Größen zur Verfügung.

Forschungsthemen

Im Laborbereich der elektrischen Systemtechnik wird Grundlagenforschung im Bereich der Elektroenergieversorgung betrieben.  Außerdem werden in Zusammenarbeit mit der Industrie Messungen an realen Anlagen durchgeführt. Dazu zählen unter anderem:

  • Aufnahme von Lastgängen
  • Messungen von Oberschwingungen
  • Simulation und Berechnung von Elektroanlagen mit Simaris, Neplan und Powerfactory
Labor für Elektrische Systeme
Labor für Elektrische Systeme

Intelligente Versorgungsnetze / Smart Grid

Moderne Stromverteilungsnetze, in denen regenerative und konventionelle Erzeuger, Speicher und Verbraucher elektrischer Energie intelligent miteinander vernetzt werden, sind das Zukunftsthema unseres Energieversorgungssystems – die zunehmenden Anteile volatiler Erzeugung aus erneuerbaren Energien müssen zu jedem Zeitpunkt mit der aktuellen Nachfrage in Einklang gebracht werden.

Smart Grid
Smart Grid

Die Erfahrungen mit solchen Netzen sind bisher rar. Im hochschuleigenen Laborbereich für Smart Grid wird ein solch intelligentes Stromnetze simuliert und praktisch erprobt. Als Energieerzeuger dienen dabei unter anderem Teststände für Photovoltaik und Windkraft.

Der Teststand für Windkraft ist beispielsweise wie folgt aufgebaut: Ein sogenannter Servomotor treibt einen Generator an und ist gleichzeitig in der Lage, unterschiedliche Windlastprofile vorzugeben. Die Netzfrequenz des so erzeugten Stroms wird anschließend mit dem Stromnetz synchronisiert und danach eingespeist. Als Stromsenke dienen - neben unterschiedlichen Verbrauchern - auch Akkus von einem Elektrokleinkraftrad, das von den Studierenden nach den Laborversuchen benutzt werden kann.

Smart Grid
Smart Grid

Zukünftig werden auch externe Anlagen aus der Region (PV-, Wind- und Wasserkraftanlage) mit eingebunden. Diese wurden zuvor im Rahmen unseres Feldlabors mit der nötigen Messtechnik ausgestattet.

 

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Das Labor für Regenerative Energien soll untersuchen, wie die Integration regenerativer Energiesysteme in die derzeitige Netzstruktur ermöglicht werden kann. Das Labor wird in Kooperation mit Anlagenbetreibern und Herstellern aus Biberach betrieben. Kern des Labors ist ein Mess- und Auswertesystem, mit dem die Energieerzeuger der Kooperationspartner durch stetige Datenerfassung beobachtet werden können.

Windrad
Windrad

Ausstattung

Derzeit erfassen fünf Anlagen die entscheidenden Systemgrößen. Diese Messwerte werden direkt - z.B. über das Mobilfunknetz - an die Hochschule übertragen und gespeichert. Den Studierenden bietet sich somit die Möglichkeit, die Anlagen und deren Funktionsweise in Echtzeit zu analysieren. Auf diese Weise können sie zusammen mit Herstellern und Betreibern Optimierungspotenziale ermitteln. Somit wird der Studiengang Energie-Ingenieurwesen - und auch die Hochschule Biberach – deutlich stärker in die regionale Energiewirtschaft eingebunden.

 

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Das Labor für Wasserbau ist ein unverzichtbarer Bestandteil in der Ausbildung in den Studiengängen Bauingenieurwesen und Bau-Projektmanagement. An physikalischen und numerischen Modellversuchen sowie bei Geländepraktika wird hier der theoretische Lehrstoff praxisnah erlebbar.

Versuchseinrichtungen

  • Rohrleitungssystem (Bernoulligerät) zur dynamischen Simulation von Rohrhydraulik wie z.B. in Trinkwassernetzen
  • Strömungskanal zur Simulation von Gerinneströmungen und Hydraulik an Bauwerken in Gewässern
  • Strömungskanal zur Simulation von dynamischen Vorgängen in Flussmodellen (Erosion, Ablagerung)
  • Damm-Modell zur Visualisierung von Sickerwasserbewegungen in Dämmen und der Wirkung von konstruktiven Grundprinzipien in der Dammbautechnik
  • Druckrohrleitung zur Simulation von Druckstößen und Wasserschloss-Schwingungen
  • Mobile Durchflussmessgeräte aller Art
Labor für Wasserbau
Labor für Wasserbau

Neben den physikalischen Modellversuchen verfügt das Labor über vielfältige Möglichkeiten zur numerischen Modellierung von Strömungsvorgängen. 1D-, 2D- und 3D-Strömungsmodelle können sowohl in den allgemeinen Computerräumen der Hochschule als auch auf eigener Hardware im Labor genutzt werden.

Als Besonderheit kann eine komplett wiederaufgebaute Wasserkraftturbine mit 160 kW Francis-Spiralturbine und Generator auf dem Campus der Hochschule besichtigt werden.

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Das Labor für Vermessung versteht sich als studiengangsübergreifendes Kompetenzzentrum der Hochschule Biberach für die geometrische Erfassung, Abbildung und Modellierung des menschlichen Lebensraums. Es verfügt über für nahezu jede vermessungstechnische Fragestellung und nahezu alle Genauigkeitsbereiche geeignete Messinstrumente. Die elementaren Messinstrumente sind mehrfach vorhanden, sodass große Semestergruppen in kleine Messteams unterteilt werden können. Die kleinen Teams ermöglichen einen intensiven Übungsbetrieb. Im Instrumentenpark sind alle führenden Instrumentenhersteller vertreten.

Nivellierinstrumente

Mit dem Nivellierinstrument können Höhendifferenzen – einer Wasserwaage ähnlich – gemessen werden.  Das Labor verfügt über einfache Libellennivelliere bis hin zu modernen digitalen Nivellieren, die die Ablesung an den Nivellierlatten automatisiert haben.

Nivellierinstrument
Nivellierinstrument
Elektronisches Tachymeter
Elektronisches Tachymeter

Tachymeter

Der Tachymeter ist das „Allround"-Instrument im Vermessungsbereich. Die meisten vermessungstechnischen Fragestellungen können mit dem Tachymeter bewältigt werden. Der Tachymeter legt Punkte dreidimensional durch Winkel- und Streckenmessung fest.

Das Labor verfügt über einfache  elektronische Tachymeter, die schon weitgehend rechnerunterstütztes Arbeiten ermöglichen, bis hin zu Tachymetern, die als Ein-Personenmessstationen weitgehend automatisiert sind und sogar internetgestützte Messungen zulassen.

Satellitenempfänger
Satellitenempfänger

Satellitenempfänger

Die Satellitenmesstechnik kann mit unterschiedlichen Empfängern erprobt werden. Mit einfachen Empfängern mit Metergenauigkeit können kleinmaßstäbig Objekte dreidimensional georeferenziert werden. Wird  Zentimetergenauigkeit angestrebt, betreibt das Labor temporär eine eigene Referenzstation, die die mobilen Roverstationen mit Informationen zur Lageverbesserung versorgt.

3D - Laserscanner

Mit Hilfe des Laserscanners können Objekte hochgenau dreidimensional erfasst werden. Dieser tastet das  aufzunehmende Objekt punktuell mit hoher Geschwindigkeit und frei wählbarer Auflösung ab und erstellt so ein virtuelles Modell z.B. eines Gebäude oder einer Böschung.

3d Laser Scanner
3d Laser Scanner

Auswertesoftware

Zur Auswertung der vermessungstechnischen Beobachtungen stehen Auswerteprogramme, CAD und Geo-Informationssysteme den Studierenden nicht nur in den Räumen des Labors, sondern auch in den Poolräumen der Hochschule zur Verfügung.

 

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Die Siedlungswasserwirtschaft nimmt im Rahmen einer nachhaltigen Bewirtschaftung der Ressource Wasser eine herausragende Bedeutung ein. Die Wasserver- und Abwasserentsorgung ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des Ingenieurstudiums. Das Labor für Siedlungswasserwirtschaft hat die Aufgabe, den Studierenden die Inhalte der Vorlesungen Abwassertechnik, Wasserversorgung und Siedlungswasserwirtschaft zu veranschaulichen.

Dem Fachpersonal stehen moderne und EDV- unterstützte Mess-, Prüf- und Analyseeinrichtungen zur Verfügung. Hervorzuheben ist, dass die Abteilung nahezu die gesamte Palette der Wasser- und Abwasseranalytik anbietet (CSB, N, P, Metalle, Chlorid, Sulfat, Sonderuntersuchungen).

 

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Das Labor für Geotechnik verfügt über innovative Ausstattung für die Felderkundung, die Klassifikation, die Feststellung von Dichte und Verdichtung sowie die Überprüfung und Erforschung folgender Aspekte:

  • Wasserdurchlässigkeit
  • Scherfestigkeit: Triaxial, Rahmenscherversuch
  • Zusammendrückbarkeit: Kompressionsversuch
  • Druckfestigkeit: Einaxial
  • Baumesstechnik: Inklinomter-, Porenwasser-, Erddruckmessung
  • Modellversuchstand
  • Spezialsoftware: Versuchsauswertung, Erdstatik

 

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Das Labor für Geologie und Hydrogeologie bearbeitet und realisiert Projekte mit dem Ziel, geologische und hydrogeologische Befunde für die ingenieurmäßige Umsetzung in Planung und Bauausführung aufzubereiten und zu visualisieren. Die Schonung unserer natürlicher Ressourcen und der Umweltschutz im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung haben hierbei einen hohen Stellenwert.

Das Labor unterstützt die bauorientierte Ausbildung der HBC in den Fächern Ingenieurgeologie und Hydrogeologie und schafft wichtige Schnittstellen zur Geotechnik, zur Siedlungswasserwirtschaft, zum Wasserbau und zur Abfallwirtschaft. Die Studierenden werden in laufende Forschungsprojekte eingebunden und bearbeiten unter Anleitung in sich abgeschlossene Teilprojekte.

Das Labor verfügt über folgende Ausstattung:

  • Geologisches Kartenarchiv für Baden-Württemberg und angrenzende Gebiete
  • Mineralogisch-petrographische Lehrsammlung und Bohrkernmagazin
  • Polarisationsmikroskop mit Dünnschliffsammlung, Gefügekompasse, konventionell und elektronisch mit Auswertesoftware
  • Tektonisch-gefügekundliche Modelle
  • PC-gesteuerte Grundwasserdrucksonden mit elektronischen Datensammlern zur digitalen Aufzeichnung von Grundwasserabsenkungen im Gelände
  • ABEM-Miniloc Refraktionsseismik
  • Umfangreiche Spezialsoftware zur numerischen Grundwassermodellierung, zur Auswertung von Pumpversuchen und zur Darstellung von Baugrundprofilen
  • LEICA HDS-3000 3D-Laserscanner
  • Umfangreiche Spezialsoftware zur Auswertung und Modellierung von 3D-Laser-Scan-Daten (z.B.: CYCLONE, CLOUDWORX, POLYWORKS) 

 

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Prüfstellen

Unsere einzigartige Expertise in den Bereichen Bau, Architektur, Energie und BWL bieten wir Unternehmen, Betrieben und Instituten die unabhängige Prüfung und Beratung hinsichtlich baustoff- und bauwerkbezogener Themen an. Mit der Wasserprüfstelle verfügen wir darüber hinaus über eine unabhängige, hochkompetente Prüfungsanlage im Bereich Abwasser- und Kläranlagentechnik an.


Adresse: Versuchshalle für Baustoff- und Bauteilprüfung

Felsengartenstraße 27 - Haus F,

88400 Biberach

Tel: 07351/582-501

Annahme von Proben: Mo.-Do. 7:30 Uhr – 16:00 Uhr; Fr. 7:30 Uhr -12:00 Uhr

Adresse: PÜZ-Stelle

Karlstraße 8 – Haus D, Raum D3.03

88400 Biberach

Tel: 07351/582-500

Die Versuchshalle für Baustoff- und Bauteilprüfung (Öffentliche Baustoffprüfstelle) der Hochschule Biberach ist eine unabhängige, vom DIBt anerkannte Prüf-, Überwachungs- und Zertifizierungsstelle (PÜZ nach LBO). Zu den Aufgaben zählt dabei insbesondere die Fremdüberwachung. In der Versuchshalle werden außerdem Prüfungen zur Bestimmung der Festigkeit, des Verformungsverhaltens und der Dauerhaftigkeit von Baustoffen und Bauteilen durchgeführt.

Darüber hinaus ist die Versuchshalle für Baustoff- und Bauteilprüfung auch in die Lehre der Fakultät Bauingenieurwesen und Bau-Projektmanagement integriert. Es werden Übungen zu den Grundlagenfächern als Ergänzungen zu dem in der Vorlesung behandelten Stoff durchgeführt. Ebenso nutzen Studierende die Möglichkeiten der Versuchshalle für experimentelle Bachelor- oder Masterthesen.

Biegezugprüfung Versuchshalle
Biegezugprüfung Versuchshalle

Unter die Tätigkeitsschwerpunkte fallen folgende Versuche und Prüfungen:

 

  • Fremdüberwachung nach Landesbauordnung (PÜZ-Stelle)
  • Allgemeine Bauteilversuche (z.B. zur Ermittlung der Tragfähigkeit)
  • Versuche im Bereich der Befestigungstechnik
  • Ermittlung von Materialkennwerten bei Beton, Betonerzeugnissen, Betonfertigteilen, Mörtel, Estrich, künstlichen Steinen, Formsteinen und Natursteinen, Gesteinskörnungen, Betonstahl, Holz und Glas
  • Ermittlung der Betondruckfestigkeit von Bohrkernen
  • Schadensuntersuchungen und zerstörungsfreie Prüfungen an Bauteilen
  • Bestimmung der Haftzugfestigkeit von Oberflächen
  • Potentialfeldmessungen
  • Entnahme von Bohrmehlproben
  • Bestimmung der Carbonatisierungstiefe
  • Messung der Betonüberdeckung
Ausstattung Versuchshalle Wegaufnehmer
Ausstattung Versuchshalle Wegaufnehmer

Ausstattung

Für die Durchführung der Versuche stehen dem qualifizierten Fachpersonal moderne und EDV-unterstütze Mess-, Prüf- und Analyseeinrichtungen zur Verfügung. Darunter fallen folgende Prüfmaschinen:

  • Druck-, Zug- und Biegezuguniversalprüfmaschinen bis 5000 kN
  • Prüfeinrichtungen für Frisch- und Festbeton bzw. -mörtel
  • Haftzugprüfgerät
  • Wassereindringprüfanlage Rota 6m
  • Frostprüfeinrichtung
  • Beton- und Mörtellabor

Die Versuchshalle verfügt weiterhin über Klimaeinrichtungen für verschiedene Norm- und Sonderklimatas.
Für die Messungen der Versuche wird ein Messverstärker der Firma HBM (QuantumX MX840B, 8 Kanäle) und das Programm HBM catmanEasy in Verbindung mit diverser Auswerte- und Visualisierungssoftware (z.B. Matlab) verwendet. Zudem stehen eine Vielzahl an Kraftmessdosen sowie Wegaufnehmer und Dehnmesseinrichtungen zur Verfügung.

Kontakt

Die Prüfstelle ist eine öffentlich anerkannte Prüfstelle nach RAP-Stra (Prüfstellen für mineralische Baustoffe und Baustoffgemische im Straßenbau, für Erdbau, ungebundene und hydraulisch gebundene Tragschichten).

Darüber hinaus ist die Prüfstelle für alle Arten von Auftraggebern tätig, wickelt Prüfaufträge zu allen geotechnischen Fragestellungen ab und bietet Ingenieurdienstleistungen im Bereich der Geotechnik an. Die Geräteausstattung erlaubt es, alle gängigen Labor- und Kontrollversuche im Bereich der Bodenmechanik auszuführen und Kontrollprüfungen im Erd- und Grundbau sowie  in der Produktion von mineralischen Baustoffen und Recyclingbaustoffen zu übernehmen.

Schwerpunkte der Tätigkeit sind:

  • Bestimmung von Bodenkennwerten mit Triaxial- und Rahmensschergeräten
  • Eignungsprüfungen für Bodenverbesserungen und Bodenverfestigungen
  • Entwicklung von Verfüllbaustoffen und Ingenieurberatung beim Mini- und Micro-Trenching (MT) zur Verlegung von Glasfaserkabeln

 

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Die Ausstattung und die Expertise der Mitarbeiter des Labors werden in Forschungs- und Transferprojekte eingebracht. Ausgewählte Beispiele unserer Projekte sind:

  • Durchflussmessungen in Gewässern und Kanalnetzen
  • Drosselüberprüfungen von Regenüberlaufbecken
  • Druckmessungen in Rohrleitungssystemen 
  • Anwendung von physikalischen und numerischen Modellen von Wasserbauwerken, z.B. zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit von Wehranlagen oder der Dimensionierung von Fischaufstiegsanlagen
  • Zerstörungsfreie Leistungsmessung von Wasserkraftanlagen (Wirkungsgradanalyse) mit Hilfe von Dehnmessstreifen auf der Turbinenwelle
  • Projektentwicklung in Wasserbau, Wasserkraft, Gewässerentwicklung, Durchgängigkeit und Fischschutz an Wasserbauwerken; schwerpunktmäßig in Konzeptionsphase und Genehmigungsverfahren
  • Gutachten zu wasserbaulichen Fragestellungen wie z.B. konstruktiver Wasserbau, Wasserkraft, Hydraulik, Hochwasserschutz, Starkregenrisikomanagement 

 

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