Welche Rolle spielt Künstliche Intelligenz – im Studium und im späteren Beruf? U.a. diese Frage war Thema bei der Begrüßung der über 300 Erstsemester, die am heutigen Montag (5. Oktober 2026) in ihr Bachelor-Studium an der Hochschule Biberach (HBC) gestartet sind.
Unser Bild zeigt das vollbesetzte Audimax, in dem die Studienbeginner des WS 26/27 begrüßt wurden / Foto: HBC/Nico Schlegel
Seien Sie kreativer und intelligenter als KI und setzen Sie die Technik als Werkzeug für eigenes Denken ein.“
Prof. Dr.-Ing. Matthias Bahr, Rektor der HBC, stellte zunächst den Möglichkeitsraum HBC vor. Dazu zählt u.a. die Digital Minds Academy, in der Studierende wie Lehrende regelmäßig Angebote finden, um sich auf die wachsenden Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung vorzubereiten. „Wir stehen der Künstlichen Intelligenz offen gegenüber“, so Bahr, „werden Sie aber auch auf die Grenzen und Gefahren hinweisen.“
Worauf es im Umgang ankommt, machte Prof. Andreas Gerber, Dekan der Fakultät Architektur und Energie-Ingenieurwesen, in seinem Statement deutlich: „Seien Sie kreativer und intelligenter als KI und setzen Sie die Technik als Werkzeug für eigenes Denken ein.“
Zum Möglichkeitsraum der Hochschule Biberach gehören auch interdisziplinäre Projekte. Eines davon – die Beton-Regatta – stellte Dekan Prof. Dr.-Ing. Gerhard Haimerl aus der Fakultät Bauingenieurwesen und Projektmanagement vor, verbunden mit der Einladung, auch solche Möglichkeiten zu nutzen. Dabei geht es um einen bundesweiten Kanu-Wettbewerb in Brandenburg an der Havel, an dem Bauingenieur-Fakultäten aus ganz Deutschland ihre Kräfte messen, insgesamt nehmen über 1000 angehende Bauingenieur*innen an der Veranstaltung teil. Studierende der HBC haben in diesem Sommer zum zweiten Mal mitgemacht. Die Aufgabe: Das leichteste, stabilste und schnellste Kanu aus Beton zu entwerfen, zu fertigen – und sich damit dem Paddel-Wettbewerb zu stellen.
Innovation rückte auch Prof. Dr. Oliver Peters-Hädicke, Dekan der Fakultät Biotechnologie, in den Mittelpunkt seiner Begrüßung. Am Übergang von Medizin und Biotechnologie würden sich aktuell sehr viele offenen Fragen ergeben, der perfekte Zeitpunkt also, um ein Studium in dieser naturwissenschaftlichen Disziplin zu starten: „Herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Studienwahl“, rief er den Erstsemestern seiner Fakultät zu, die sich für die Studiengänge Pharmazeutische oder Medizinische Biotechnologie eingeschrieben haben.
Beim Blick ins vollbesetzte Audimax fiel Prof. Dr. Jochen Weilepp auf, dass in diesem Semester besonders viele junge Frauen ein Studium an der HBC beginnen. Tatsächlich sind mehr als die Hälfte der Erstsemester weiblich, für eine Hochschule mit überwiegendem technischen Profil durchaus bemerkenswert. „Das freut mich sehr“, sagte der Dekan der Fakultät BWL, und hatte gleichwohl für alle einen Rat für die Studienzeit: „Stellen Sie die Frage nach dem Warum, das führt zu einer anderen Herangehensweise“.
Die Begrüßung im Audimax der Hochschule bildet jedes Semester auch den Auftakt für die Starterwoche, in der die Studienbeginner die Hochschule, den eigenen Studiengang und die Stadt kennenlernen. Beim Meet & Greet, einer Messe mit verschiedenen Infoständen, nehmen auch Institutionen aus Biberach teil, etwa die Tourismus-Info, die Filmfestspiele sowie die Turngemeinschaft, aber auch das International Office der HBC mit seinen weltweiten Angeboten. Darin spiegelt sich wider, was Rektor Bahr in der Vorstellung der Hochschule sagte: „Wir sind regional verankert und weltweit vernetzt“ – für die Studierenden bieten sich also nicht nur fachlich jede Menge Möglichkeiten an der Hochschule Biberach.