Per Dreimaster von Kiel nach Aarhus durch die dänische Südsee – auf diese Reise begeben sich Julian Bott (28, Studierender im 3. Semester) und Armin Bendel (24, studiert aktuell im 6. Semester) im Rahmen der 4. Energy Sail (ES26) des Studiengangs Energie-Ingenieurwesen im Frühherbst diesen Jahres. Im Interview berichten die beiden von ihren Vorbereitungen und Erwartungen an diese besondere Exkursion.  

Wie läuft eure Energy Sail denn ab?

Julian: Am 17. September treffen wir – ca. 30 Studierende, zwei Professoren und wissenschaftlicher Mitarbeiter – uns am Kieler Hafen. Viele reisen bereits gemeinsam von Biberach aus mit dem Zug an oder stoßen unterwegs zur Gruppe hinzu. Dort treffen wir dann auf die 8-köpfige Crew der „Artemis“, einem 100 Jahre altem Großsegler der ursprünglich mal als Walfänger in der Antarktis im Einsatz war.

Armin: Mit der Artemis sind wir insgesamt sieben Tage vorwiegend im dänischen Teil der Ostsee unterwegs – entweder auf der Gut-Wetter- oder auf der alternativen Schlecht-Wetter-Route näher an der Küste. Natürlich hoffen wir auf ersteres. Im Laufe der Reise haben wir dann u.a. Stopps bei Produktionsstätten von Windrotorblättern und Wärmepumpen. Das wird sicherlich superspannend, da Dänemark gemeinhin ja als ein echter Vorreiter auf dem Energiemarkt gilt.

Julian: Es stehen aber nicht nur Ziele mit Verbindung zur wissenschaftlichen Energietechnik auf dem Plan, sondern auch kulturelle Highlights wie eine Stadtbesichtigungen der Studentenstadt Aarhus mit ihrem legendärem Street Food Market und Rooftop-Dachgarten.

Wo steht ihr aktuell in den Vorbereitungen?

Julian: Zu Beginn haben wir verschiedene Arbeitsgruppen gebildet, die sich um unterschiedliche Aspekte der Exkursion kümmern: Routenplanung und Ziele anfragen, Beschaffung von wetterfester Kleidung für uns Teilnehmer*innen oder – besonders wichtig, denn so eine Reise ist ja auch kostenintensiv – Sponsoren akquirieren. In regelmäßigen Jourfixe-Terminen updaten wir uns dann alle gegenseitig und man merkt, dass es jetzt echt immer konkreter wird.

Armin: Genau. Ich bin Teil des Sponsorenteams und wir haben insgesamt wahrscheinlich schon über 100 Firmen angefragt – vom Heizungshersteller bis zum Ingenieurbüro. Zu vielen von den Unternehmen hatten wir vorher schon Kontakt und so sind die Rückmeldungen echt erfreulich positiv.

Das wird sicherlich superspannend, da Dänemark gemeinhin ja als ein echter Vorreiter auf dem Energiemarkt gilt.

Armin Bendel, Studierender Energie-Ingenieurwesen und Teilnehmer der Energy Sail 2026

Müsst ihr eigentlich über Segelerfahrung verfügen, um an der Energy Sail teilnehmen zu können?

Julian: Nein, gar nicht. Ich bin als Kind zwar mit meinem Vater immer mal wieder auf dem Wasser gewesen – erst auf dem Bodensee und später auf dem IJselmeer – aber jetzt auf offener See… das wird nochmal eine ganz andere Erfahrung!

Armin: Wir hatten im Gymnasium tatsächlich mal ein mehrtägiges Get-Together auf einem Segelboot, da erinnere ich mich gerne daran zurück. Insbesondere, dass man sich auf so einem Schiff auch nochmal ganz anders, intensiver, kennenlernt.

Also überwiegt die Vorfreude?

Julian: Absolut. Ich habe zwar Respekt vor den Wellen, von denen ich nicht weiß wie mein Magen das so mitmachen wird, bin aber zuversichtlich und gespannt wie das zum Beispiel in den Kajüten wird. Die Energy Sail ist schon eine einzigartige Chance, um die man uns beneiden kann.

Armin: Ich freue mich auch auf die Kommilitonen, die enge Zusammenarbeit über die Semester hinweg und bin total gespannt darauf wie groß das Boot dann in Wirklichkeit so ist. Und mein Highlight: irgendwann in der Woche möchte ich mal auf den Hauptmast der Artemis klettern!

Was kommt auf jeden Fall ins Gepäck?

Armin: Natürlich sämtliches an wasserfester Kleidung, wie unsere neuen, mit ES26-Logo gestalteten Jacken.

Julian: Und in meinem Fall als Brillenträger zur Sicherheit ein Brillenband – man weiß ja nie wie intensiv der Seegang so sein wird.

Das Schiff "Artemis" auf dem offenen Meer
Das Schiff "Artemis" auf dem offenen Meer

Foto "Artemis": Robert Schaarschmidt / Tallship Company 

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