Das Institut für Gebäude- und Energiesysteme an der Hochschule Biberach (HBC) hat ein neues Mitglied: Seit Anfang des Jahres bringt sich Prof. Dr. Katrin Schaber mit ihren Forschungsthemen ein. Schaber ist seit 2019 als Professorin im Studiengang BWL mit der Vertiefungsrichtung Energiewirtschaft tätig. Sie lehrt und forscht zu den Themen Erneuerbare Energien, Strommärkte und Stromnetze sowie Sektorenkopplung.
Für das transdisziplinäre Projekt EFH-Trafo, an dem sechs Professor*innen der HBC gemeinsam aus ihren unterschiedlichen Perspektiven forschen, hat die Physikerin die Projektleitung übernommen. In Kooperation mit weiteren Partnerorganisationen will das Team die Wärme- und Wohnwende miteinander verbinden und der Forschungsfrage nachgehen, wie Einfamilienhäuser klimaneutral werden und zugleich der dringend benötige Wohnraum entstehen kann. Beteiligt sind Forscher*innen aus den Bereichen Architektur und nachhaltige Stadtentwicklung, Soziologie und Transformationsforschung, Analyse der Gebäude- und Energietechnik sowie Immobilienwirtschaft.
Hochschulen für angewandte Wissenschaft sind der perfekte Ort für interdisziplinäre und angewandte Forschung, da die Wege zwischen den Disziplinen kurz sind
„Hochschulen für angewandte Wissenschaft sind der perfekte Ort für interdisziplinäre und angewandte Forschung, da die Wege zwischen den Disziplinen kurz sind“, sagt Katrin Schaber. Sie hat bisher in der Energiewirtschaft überwiegend unter technischen und ökonomischen Aspekten geforscht hat und will nun mit inter- und transdisziplinären Projekten „weitere Türen aufstoßen“ und neue Ebenen in die Betrachtung einbeziehen, um damit zur Umsetzung der Energie- und Wärmewende beizutragen. Dabei spiele die HBC mit dem Institut für Gebäude- und Energiesysteme eine relevante Rolle, so Schaber. „Dank der Grundlagenforschung von Universitäten wissen wir, wie es gehen kann“, nun müsse die Theorie in der Praxis umgesetzt werden. „Hier ist der anwendungsorientierte Hochschultypus Hochschulen für angewandte Wissenschaft, wie die HBC, gefragt“. Ein Beispiel: Die Professoren Volker Wachenfeld und Matthias Grandel, beide ebenfalls Mitglieder im Institut, arbeiten im Forschungsprojekt KEMAL intensiv an Smart-Meter-Technologien, also an intelligenten Systemen für das priorisierte Laden von E-Fahrzeugen. „Diese Messsysteme sind zentral für das Fortkommen der Energiewende“, erläutert Katrin Schaber.
Neben den konkreten Ergebnissen, die die Forschung hervorbringt, ist für die Wissenschaftlerin die Aktualität der eigenen Arbeit wichtig. „Die Energiewirtschaft verändert sich sehr dynamisch, über Forschung bleiben wir und damit unsere Lehre in den Bachelor- wie Master-Studiengängen am Puls der Zeit“.
Das Institut für Gebäude- und Energiesysteme zählt mit einem jährlichen Drittmittelvolumen von 1,5 Mio. € im Jahr zu den stärksten Forschungsbereichen der HBC. Dabei stehen die Forschungsgebiete Gebäude, Energie, Klima und Digitalisierung im Mittelpunkt. In dem Institut arbeiten zusammen mit Katrin Schaber 10 weitere Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen und Doktorand*innen.