Effizienzsteigerung thermischer Nutzung oberflächennaher Geothermie durch Kombination mit Versickerungsanlagen; Teilvorhaben: Thermisch-energetische Modellierung und Simulation von Erdwärmekollektoren in Kombination mit Versickerungsanlagen
Projektleitung Prof. Dr.-Ing. Roland Koenigsdorff
Projektbearbeitung
Mittelgeber Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
Förderprogramm Sondervermögen „Klima- und Transformationsfonds“ (KFT)
Förderkennzeichen 03EE4081C
Fördersumme Anteil HBC: 206.868,32 € | Gesamtfördersumme: 1.245.676,03 €)
Projektpartner
Assoziierte Partner
Laufzeit 01.07.2026 – 30.06.2029
Projektbeschreibung
Die Wärmewende steht insbesondere in Deutschland vor erheblichen Herausforderungen. Gleichzeitig verlangt der Klimawandel eine weitreichende Anpassung urbaner Strukturen hin-sichtlich gezielter Versickerung und optimiertem Wasserhaushalt, um den Herausforderungen von Starkregen und Hitzebelastung zu begegnen. Das FuE-Projekt „GeoSchwamm“ zielt auf die innovative Kombination von Versickerungsanlagen und Nutzung oberflächennaher Geothermie.
Das thermische Entzugspotenzial von Erdwärmekollektoren steigt mit höherem Feuchtegehalt des Untergrundes. Grund dafür sind die bessere Wärmeleitfähigkeit und die erhöhte latente Speicherfähigkeit. Außerdem kann durch Versickerung die Regeneration der Wärme von der Oberfläche zum Kollektor beschleunigt werden. Durch optimierte Versickerungsanlagen können die thermischen Randbedingungen verbessert und der Flächenbedarf sowie die Installationskosten reduziert werden.
Parallel zu Konzeption und Bau einer Versuchs- und Demonstrationsanlage werden Modell-ierungen und Parameterstudien durchgeführt. Dabei werden sowohl die verwendeten Materi-alien als auch die Konstruktion der Anlagenkombination optimiert.
Im Konsortium, unter Einbeziehung relevanter Unternehmen, wird die gesamte Prozesskette, von der Planung, Konzeption, Ausführung und Umsetzung derartiger Anlagen, abgebildet. Das mehrdimensionale Vorgehen (Simulation und Praxis, Berücksichtigung unterschiedlichster Standortbedingungen, in situ-Optimierung, konsortiale Heterogenität) bildet die Grundlage für die Anwendbarkeit der Projektergebnisse.
Zur Erreichung des Kernziels dienen im Teilvorhaben der HBC folgende Teilziele:
a) Entwicklung eines integralen Simulations- und Dimensionierungsmodells
b) Konzeption und Bau einer Versuchsanlage
c) Konstruktive Optimierung
d) Transfer der Ergebnisse in Praxis und Wissenschaft
Mit diesem Vorgehen kann sichergestellt werden, dass ein breiter Transfer der Projektergebnisse in Praxis und Wissenschaft erfolgt. Dabei unterstützt ein Projektbeirat, dessen bundesweit vertretene Mitglieder eine anwendungsorientierte Perspektive einbringen, unter anderem aus den Bereichen Städtebau und Wohnungswirtschaft.
Das Projekt adressiert somit mehrere zentrale Ziele des 8. Energieforschungsprogrammes in den Missionen Wärmewende und Energiesysteme und lässt eine hohe Übertragbarkeit und Praxistauglichkeit erwarten.
Weitere Informationen
Projektdatenblatt zum Download: