Organisationsmanagement für die effiziente Zusammenarbeit und reibungslose Workflows unterschiedlicher Abteilungen – in mittelständischen Unternehmen und Großkonzernen ist das unverzichtbar. Mit der Unterstützung digitaler Systeme, sog. ERP-Software, lassen sich Geschäftsprozesse – vom Lagermanagement über die Produktionsplanung bis hin zur Finanz- und Personalverwaltung – optimal steuern. Branchenführer im Bereich ERP-Unternehmenssoftware in Deutschland ist das im nördlichen Baden-Württemberg beheimatete Unternehmen SAP.

Jedes Semester bietet sich semesterübergreifend den BWL-Studierenden der HBC, die Möglichkeit an einem SAP-Kolloquium teilzunehmen. Hier kann anhand eines fiktionalen, internationalen Unternehmens – dem Fahrradproduzenten „Global Bike“ – der digitale Transformationsprozess in einem Konzern begleitet werden. Besonders spannend für BWL-Studierenden mit Schwerpunkt „Bau und Immobilien“: Einblicke gibt es auch in reale Anwendungsfälle der SAP Real Estate Lösung. Diese unterstützt Geschäftsprozesse für den gesamten Lebenszyklus von Immobilien. 

An den beiden Ganztagesterminen des Kolloquiums im aktuellen Wintersemester, geleitet von Babett Reinhardt, Managerin für IT und Digitalisierungsprozesse bei Mercedes Benz, wurde mit der aktuellen SAP-Software „SAP S/4HANA“ gearbeitet. Nach einer ausführlichen Vorstellung und dem Vertrautmachen mit der Oberfläche, den Daten und Prozesswelt von „SAP S/4HANA“ in einem Rechnerraum der HBC, ging es für die knapp 20 Teilnehmer*innen praktisch weiter: Um die konkreten Ziele der Transformation bei „Global Bike“ herauszuarbeiten wurde u.a. die Kreativmethode des Papergames angewandt. Dies ermöglichte es den Arbeitsgruppen sich spielerisch, aber dennoch konkret mit ganzheitlichen Unternehmensstrukturen vertraut zu machen – Entscheidungen im Einkauf beeinflussen beispielsweise die im Qualitätsmanagement festgelegten Standards, welche dann wiederum Auswirkungen auf Lieferketten haben. 

Dozentin Babett Reinhardt erläutert einer Studentin die Oberfläche von SAP am Computer
Dozentin Babett Reinhardt erläutert einer Studentin die Oberfläche von SAP am Computer

Qualifizierte (SAP-)Kenntnisse zeugen von Praxisorientierung, digitaler Kompetenz und erhöhen die Einstiegschancen für Absolvent*innen...

Prof. Dr. rer. pol. Andreas Wamsler, Professor für Wirtschaftsinformatik, Digitale Transformation, Nachhaltigkeit, KI, Digitale Leadership

Eine branchenführende ERP-Software in dieser Tiefe bereits im Studium kennenlernen zu dürfen, ist ein echter Wettbewerbsvorteil für den späteren Arbeitsmarkt: „SAP ist global in nahezu allen Branchen gefragt. Qualifizierte Kenntnisse zeugen von Praxisorientierung, digitaler Kompetenz und erhöhen die Einstiegschancen für Absolvent*innen als Berufsanfänger ungemein“ so Prof. Andreas Wamsler, Experte im Bereich Digitale Transformation der Fakultät Betriebswirtschaft. „Mit dem Angebot der SAP-Zusatzausbildung wollen wir unseren Studierenden einen weiteren Baustein zur Investition in ihre berufliche Zukunft ermöglichen.“ 

Ergänzend zum Kolloquium findet einmal jährlich eine Exkursion zu SAP nach Walldorf bei Mannheim statt – 2026 ist es wieder Anfang Mai so weit.

Zwei Hände halten und beschriften Post-Its im Rahmen des Papergame im SAP-Kolloquium
Zwei Hände halten und beschriften Post-Its im Rahmen des Papergame im SAP-Kolloquium