Bühnenbild: Manall/Kläranlage Goldisthal

Die nachhaltige Sicherung unserer natürlichen Lebensgrundlagen ist die große Herausforderung unserer Zeit! Das Institut für GEO UND UMWELT (IGU) macht es sich deshalb zum Ziel, im Rahmen von Forschungsprojekten innovative Qualitätssicherungsmaßnahmen zu entwickeln und ingenieurmäßig anzuwenden. Im Vordergrund stehen dabei die Bereiche Wasser, Boden und Fels.

Das Institut bündelt Fachkompetenzen der Geotechnik, Geologie & Hydrogeologie, Geoinformation, Siedlungswasserwirtschaft und des Wasserbaus. Dabei stellt es die interdisziplinäre Kooperation der einzelnen Fachbereiche in den Vordergrund.

Im Bereich der Forschung und Entwicklung beschäftigt sich das Institut mit der Qualitätssicherung für Trinkwassergewinnungsgebiete, der Planung und Entwicklung von hochmodernen Abwasserreinigungsanlagen sowie einem neuen Kontroll- und Verbesserungsverfahren für Boden und Fels. Darüber hinaus werden vielfältige Dienstleistungen über die beteiligten Labore oder über die integrierten Prüfstellen für Geotechnik und Wasser angeboten.


Optimierung der Phosphorentnahmeleistung auf der Kläranlage Plieningen

Die Kläranlage Plieningen soll zukünftig einen Pges-Ablaufwert von 0,2 mg/l einhalten. Selbst mit der modernisierten Sandfiltrationsanlage ist dies eine sehr große Herausforderung.

Aufgabe der HBC ist es, die Potenziale zur P-Elimination in den verschiedenen Reinigungsstufen zu erfassen, Optimierungsvorschläge auszuarbeiten und deren Umsetzung wissenschaftlich zu begleiten. Dabei sind die Abwasserzusammensetzung aus dem Einzugsgebiet und die Belastungsdynamik sowie die Wechselwirkungen der verschiedenen Reinigungsstufen zu beachten, um die anspruchsvollen Reinigungsanforderungen mit einem ressourcenschonenden Einsatz der Fäll- und Flockungsmittel einzuhalten.

Auftraggeber: Stadtentwässerung Stuttgart

Laufzeit: 2021-2022

 

Neuausrichtung der Klärschlammbehandlung und –entsorgung des Klärschlammverbands Karlsruhe-Land (KVK)

Der Klärschlammverband koordiniert die Klärschlammentsorgung von acht kommunalen Kläranlagen mit insgesamt 17.000 t/a. Um die zukünftigen gesetzlichen Anforderungen an die Klärschlammentsorgung mit P-Rückgewinnung einzuhalten, werden die verschiedenen Handlungsoptionen konkret untersucht und vergleichend bewertet. Wesentlich sind dabei auch die politischen Entwicklungsziele der Region sowie die zeitliche Realisierbarkeit der Optionen einschließlich möglicherweise benötigter Zwischenlösungen. 

Auftraggeber: Klärschlammverband Karlsruhe-Land (KVK)

Laufzeit: 2021

 

Status Quo und Strukturkonzept des KS-Entsorgung und P-Rückgewinnung in Baden-Württemberg

Ziel des Projektes ist es, den kommunalen Entscheidungsträgern, Abwasserzweckverbänden und Kläranlagenbetreibern in Baden-Württemberg eine fundierte Datengrundlage bzw. ein Wissenskompendium für die anstehenden Entscheidungsprozesse zur Verfügung zu stellen. Weiterhin soll durch das Projekt eine Strukturdiskussion für Baden-Württemberg initialisiert werden, um durch fachliche und politische Diskussion sicherzustellen, dass Anlagenkapazitäten für die P-Rückgewinnung und Klärschlammentsorgung dem tatsächlichen Bedarf optimal angepasst und Überkapazitäten vermieden werden.

Phase 1: Strukturkonzeption

Die Aufgaben der HBC umfassten die Entwicklung von Kriterien zur Bewertung von Verfahren zur P-Rückgewinnung und zur allgemeinen Standortbewertung sowie zur Bewertung von Organisationsformen. Darauf aufbauend wurden Optionen für eine zukünftige Klärschlammverwertung und mögliche Vorgehensweisen für den Entscheidungsprozess entwickelt.

Der Projektbericht kann über den DWA-Landesverband Baden-Württemberg bezogen werden (www.dwa-bw.de).

Phase 2: Regionalkonferenzen

In Phase 2 werden die baden-württembergischen Kommunen und Abwasserverbände in 9 Regionalkonferenzen über die verschiedenen Handlungsoptionen informiert. Gleichzeitig wird ein Forum geschaffen, sich auszutauschen und zu vernetzen mit dem Ziel, gemeinsame, nachhaltige und wirtschaftliche Lösungsansätze zu verfolgen.               

Kooperationspartner: Das Verbundprojekt wurde gemeinsam mit der Universität Stuttgart und dem Ingenieurbüro iat-Ingenieurberatung GmbH bearbeitet.

Auftraggeber: DWA-Landesverband Baden-Württemberg

Laufzeit: 2020-2021

 

Untersuchungen zur Kombination von weitestgehender P-Elimination und Spurenstoffelimination auf kommunalen Kläranlagen

Im Rahmen dieses Projekts werden die Verfahrenstechniken zur Spurenstoffelimination hinsichtlich ihrer Potenziale zur weitergehenden P-Elimination bewertet. Darüber hinaus sollte für Anlagen, die bereits mit einer Stufe zur gezielten Spurenstoffelimination in Betrieb sind, das Potenzial für eine starke P-Eliminierung sowie für eine Verbesserung der CSB-Eliminierung (Resteliminierung) aufgezeigt werden.

Der Projektbericht kann über das Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg bezogen werden (www.koms-bw.de).

Kooperationspartner: Kompetenzzentrum Spurenstoffe Baden-Württemberg (KomS)

Auftraggeber: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

Laufzeit: 2019-2020

P-Rückgewinnung aus Klärschlämmen in den Regionen Donau-Iller, Allgäu, Hochrhein-Bodensee und Bodensee - Oberschwaben einschließlich der Klärschlämme von Kläranlagen mit Aktivkohle-Dosierung zur Spurenstoffelimination (P-RückSÜD)

Das Forschungsprojekt „P- RückSÜD“ untersucht Szenarien einer zukunftsfähigen Klärschlammentsorgung in den Regionen Donau-Iller, Allgäu, Hochrhein-Bodensee und Bodensee. Ziel sei es, Aussagen darüber zu treffen, wie die Entsorgungssicherheit der Klärschlämme zu vertretbaren Kosten langfristig sichergestellt und die gesetzlichen Anforderungen zur Phosphorrückgewinnung eingehalten werden können. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert (Förderkennzeichen 02WPR1499 in 2019). Die 14 beteiligten Kläranlagenbetreiber in den Regionen haben die Brisanz der aktuellen Entsorgungslage frühzeitig erkannt und beteiligten sich an dem Forschungsvorhaben.

Bundesministerium für Bildung und Forschung

Das Institut für Geo und Umwelt verfügt über folgende Labore und Prüfstellen:

  • Labor für Wasserbau
  • Labor für Vermessung
  • Labor für Siedlungswasserwirtschaft
  • Labor für Geotechnik mit Prüfstelle Geotechnik
  • Labor für Geologie und Hydrogelogie
  • Prüfstelle Geotechnik 
  • Prüfstelle Wasserbau

Hier finden Sie Informationen zur Ausstattung der einzelnen Labore und Prüfstellen

Prüfstelle für Geotechnik

Die Prüfstelle ist eine öffentlich anerkannte Prüfstelle nach RAP-Stra (Prüfstellen für mineralische Baustoffe und Baustoffgemische im Straßenbau, für Erdbau, ungebundene und hydraulisch gebundene Tragschichten).

Darüber hinaus ist die Prüfstelle für alle Arten von Auftraggebern tätig, wickelt Prüfaufträge zu allen geotechnischen Fragestellungen ab und bietet Ingenieurdienstleistungen im Bereich der Geotechnik an.

Hier finden Sie nähere Informationen zur Prüfstelle für Geotechnik.

 

Prüfstelle für Wasser

Die Ausstattung und die Expertise der Mitarbeiter des Labors werden in Forschungs- und Transferprojekte eingebracht. Zu unseren Projekten zählen beispielsweise Durchflussmessungen in Gewässern und Kanalnetzen oder Druckmessungen in Rohrleitungssystemen.

Hier finden Sie nähere Informationen zur Prüfstelle für Wasser.

 

Zettl, Ulrike: Die Gestaltung des Belüftungssystems für eine Belebungsstufe – eine komplexe Aufgabe. In: Siedlungswasserwirtschaft from K’Town to KOSMOS, Schriftenreihe Wasser, Infrastruktur, Ressourcen Band 6, TU Kaiserslautern (2919), S. 103-122, ISSN 2570-1460, ISBN 978-3-95974-0

Zettl, Ulrike: Klärschlammentsorgung und P-Rückgewinnung – eine überregionale Gemeinschaftsaufgabe? Vortrag bei Deutscher Phosphorplattform: DPP - Forum 2019 am 26.9.2019 in Frankfurt


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